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MI | 11.04.2012
Straßenbahn (Bild: GVB)
Forderung
Wirtschaftskammer will U-Bahn für Graz
Wie können die öffentlichen Verkehrsmittel in Graz attraktiver werden? Der Vizepräsident der steirischen Wirtschaftskammer, Gilbert Frizberg, macht jetzt einen neuen Vorschlag: Er will mit einer Mini-U-Bahn die Innenstadt entlasten.
Die Grazer Innenstadt muss attraktiver werden und die Verkehrsknotenpunkte wie etwa der Jakominiplatz gehören aufgelöst, sagt Frizberg.

Unterirdisch durch die Innenstadt ...
In einer ersten Ausbaustufe sollten seiner Ansicht nach die Straßenbahnen vom Südtirolerplatz bis zum Joanneumring unterirdisch geführt werden. Das würde etwa 100 Millionen Euro kosten, die vom Bund, dem Land, aber auch von privaten Investoren kommen sollten.
... und durch ganz Graz
Dieses Projekt sollte aber nur der Anfang sein, wünscht sich Frizberg: "Im Wesentlichen, wenn es Sinn machen soll, geht es um eine entscheidende Nord-Süd-Verbindung bis Liebenau hinunter und eine Ost-West-Verbindung vom LKH bis zum Hauptbahnhof, um auch die entsprechenden Anbindungen für die Pendler und die für die Wirtschaft wichtigen Bereiche zu bekommen."
Idee ist nicht neu
Die Idee einer U-Bahn in Graz ist schon relativ alt; sie wurde etwa schon vom ehemaligen Vizebürgermeister Helmut Strobl (ÖVP) geäußert, der dafür nur mildes Lächeln erntete. Frizberg allerdings glaubt nicht, dass er mit seiner Idee Schiffbruch erleidet: Immerhin sei er schon ein Kämpfer für den Pyhrn-Korridor sowie den Koralmtunnel und die Südbahn gewesen, als noch niemand tatsächlich geglaubt habe, dass diese Projekte verwirklicht werden, so Frizberg.
Grüne: Zu teuer
Die steirischen Grünen halten nichts von der Forderung des Wirtschftsbundes, in Graz eine Mini-U-Bahn zu bauen. Das koste zu viel und bringe zu wenig. Die Grünen fordern stattdessen eine Stadtregionalbahn, das sei die beste Verkehrslösung.
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