Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Die beiden Särge in der Basilika (Bild: ORF/Franz Neger)
LEUTE
Trauerfeier für Otto Habsburg in Mariazell
Otto Habsburg und seine Frau Regina sind wieder vereint. Am Dienstag gegen 17.00 Uhr trafen die Särge des letzten Kaisersohnes und seiner Frau vor der Basilika in Mariazell ein. Etwa 500 Trauergäste fanden sich im Wallfahrtsort ein.
Die Bevölkerung konnte von Otto Habsburg in der Basilika Abschied nehmen.
Särge werden in Basilika aufgebahrt
Die Särge von Otto und Regina Habsburg wurden zunächst auf dem Pilgerweg rund um die Basilika geführt und danach in die Basilika gebracht, wo die Särge aufgebahrt werden. Es folgten eine Messe sowie das Beten des Rosenkranzes. Bis Mitternacht wurde eine Totenwache gehalten und auch die Bevölkerung hatte die Möglichkeit, Abschied von Habsburg zu nehmen.
Trauerfeierlichkeiten in Mariazell
Die Särge von Otto und Regina Habsburg waren mit schwarz-gelben Fahnen bedeckt, darauf das Familienwappen der Habsburger.

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Etwa 500 Trauergäste fanden sich in Mariazell ein.
Familie von ältestem Sohn angeführt
Die Familie des verstorbenen Otto Habsburg traf, angeführt von seinem ältesten Sohn Karl, gegen 16.45 Uhr vor der Basilika ein. Unter den Trauergästen befanden sich auch viele Einheimische und Touristen sowie Mitglieder des Kameradschaftsbundes. Rund 500 Trauergäste waren bei der Ankunft von Otto Habsburg dabei.
"Letzter Kronprinz unseres Landes"
Die offizielle Steiermark wurde von LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vertreten. Er würdigte Otto Habsburg als "den letzten Kronprinzen unseres Landes": "Er ist in Wahrheit einer, zu dem man aufschauen konnte, der mir in Erinnerung bleibt als einer, der auch für Österreich viel getan hat", so Schützenhöfer.

Der ungarische Honorarkonsul Rudi Roth erinnerte sich über seinen Großvater an Otto Habsburg: "Otto Habsburg war sehr oft in Gnas und mein Großvater, der Nationalrat war, hat seinerzeit sogar den Antrag für seine Einreise im Nationalrat eingebracht."
Die Familie des verstorbenen Otto Habsburg vor der Basilika (Bild: ORF/Franz Neger)
Die trauernde Familie von Otto Habsburg wurde von seinem ältesten Sohn Karl angeführt.
Flaggen vor der Basilika (Bild: ORF)
Rechts der Kirche wurden die Flaggen jener Länder aufgezogen, aus denen die meisten Pilger kommen und die früher ganz oder teils zu den Kronländern Österreich-Ungarns gehörten, unter anderem Bosnien-Herzegowina, Tschechien, Ungarn, Polen und Slowenien. An der Basilika wurde eine schwarze Flagge angebracht.
Traditionsverbände standen Spalier
An den Nebeneingängen und vor der Kirche standen Männer der Traditionsverbände der früheren k. u. k. Armee in braunen, hellblauen und dunkelblauen Hosen und Uniformjacken, darunter auch Kaiserjäger, Spalier.
Trauergäste in Mariazell (Bild: ORF/Franz Neger)

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Bürgermeister spricht von Familienbegräbnis
Obwohl viele Schaulustige und etwa 90 Medienvertreter nach Mariazell gekommen waren, sprach der Bürgermeister des Wallfahrtsortes, Josef Kuss, von einem "Familienbegräbnis" und hob die Freundschaft zwischen Mariazell und den Habsburgern hervor. Immerhin war Otto Habsburg auch Ehrenbürger von Mariazell. "Durch die jahrhundertelange Verbindung von Mariazell mit dem Haus Habsburg ist es für uns natürlich eine große Ehre, Otto von Habsburg hier in Mariazell noch einmal zu haben", so Kuss.
Requiem mit Diözesanbischof Egon Kapellari
Die Basilika ist am Mittwoch ab 7.00 Uhr geöffnet. Jeder hat die Möglichkeit, sich in das aufliegende Kondolenzbuch einzutragen. Um 14.00 Uhr beginnt das feierliche Requiem mit dem steirischen Diözesanbischof Egon Kapellari. Kardinal Christoph Schönborn wird als persönlicher Vertreter von Papst Benedikt XVI. teilnehmen. Nach dem Requiem werden die Särge nach Wien gebracht.
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