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MI | 11.04.2012
ÖVP-Landtagsabgeordneter Wolfgang Kasic (Bild: ORF)
POLITIK
Kasic weist Glücksspiel-Vorwürfe zurück
Der ÖVP-Landtagsabgeordnete Wolfgang Kasic hat am Freitag alle gegen ihn gerichteten Vorwürfe in Sachen Glücksspiel als "unwahr" zurückgewiesen. Kasic geht von einer Kampagne gegen seine Person aus.
Kasic droht mit rechtlichen Schritten
Er werde gegen alle rechtlich vorgehen, die wider besseren Wissens Unwahrheiten verbreiten, drohte Wolfgang Kasic bei einer Pressekonferenz, an der auch sein Rechtsanwalt Martin Piaty teilnahm. Kasic sprach von einer Kampagne gegen ihn.
Vorwurf Nummer eins: Wettanbieter-Inserate
Vorwurf Nummer eins lautet, dass Kasic als Vorsitzender des Glücksspielausschusses des Landtags Inserate für seine Zeitung "Bezirksrevue" ausgerechnet von der Glücksspielindustrie lukriert habe. Er habe im Ausschuss aber nachweislich Position gegen den Novomatic-Konzern bezogen, so Kasic.
"Brotberuf wird mir unmöglich gemacht"
Die Vorwürfe würden konkret auf seine Person abzielen: "Dieser erste Vorwurf, aber auch die anderen, haben offensichtlich den Anschein, als zielen sie nur darauf ab, mir meinen Brotberuf unmöglich zu machen. Ich frage mich schon, ob es Ziel ist, dass in einem Landtag nur mehr Berufspolitiker sitzen, ob es Ziel sein kann, dass nur mehr, ohne einer bestimmten Berufsgruppe näher treten zu wollen, karenzierte Lehrer oder weisungsgebundene Beamte, die dann das vollziehen, was sie selbst beschließen, in einem solchen Landtag sitzen sollen. Ich glaube, dass das der falsche Weg ist."
Er habe kein Gutachten verschwinden lassen, so Kasic.
Vorwurf Nummer zwei: Gutachten
Bei Vorwurf Nummer zwei geht es um ein angeblich verschwundenes Gutachten, das Spielautomaten, die die kleinen Glücksspielunternehmen aufgestellt haben, als gesetzeswidrig qualifiziert. Die Casinos Austria hätten sich über diese Aufstellung beschwert.

Es habe insgesamt drei Gutachten gegeben, so Kasic: eines, das zum Schluss kommt, die Aufstellung der Automaten sei nicht rechtens, und zwei, die besagen, sie sei rechtens. Er habe aber nichts verschwinden lassen. Vielmehr hätten sich die zuständigen Gremien der Wirtschaftskammer damit befasst.
Vorwurf Nummer drei: Einsicht in Akten
Vorwurf Nummer drei: Kasic habe widerrechtlich Einsicht in Akten genommen, die Basis für eine Klage gegen den Ausbau des Shoppingcenters Seiersberg gewesen sein sollen. Aber auch das das stimme nicht, so Kasic.
Kasic wittert Feinde hinter Vorwürfen
Der ÖVP-Mandatar wittert Feinde hinter den Vorwürfen und nannte diese am Freitag auch: "Einmal Betreiber von Einkaufszentren generell, zweitens natürlich Glücksspielmonopolisten und politisch anders Denkende."

Er sei kein Fall Strasser, so Kasic, seine politische Meinung könne man sich nicht erkaufen - er mache nur, wovon er überzeugt sei.
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