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MI | 11.04.2012
JoWood (Bild: ORF.at)
WIRTSCHAFT
JoWooD: Sanierungsverfahren gescheitert
Das Sanierungsverfahren beim insolventen steirischen Computerspiele-Produzent JoWooD ist gescheitert. Verhandlungen mit möglichen Investoren waren laut KSV1870 nicht erfolgreich.
JoWooD habe nun den Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans zurückgezogen. Das Insolvenzverfahren werde nun als Konkursverfahren fortgesetzt, und der Insolvenzverwalter werde mit der Verwertung beginnen, so die Kreditschützer.
"Jo-Jo-Effekt" als ständiger Begleiter
Der Spielehersteller aus Rottenmann (Bezirk Liezen) kämpft seit Jahren mit den rauen Bedingungen am internationalen Markt. Was anfangs noch als Erfolgsgeschichte begonnen hatte, schrammte bereits 2002/2003 knapp an der Insolvenz vorbei - damals allerdings nur dank eines Schuldenerlasses der Banken in der Höhe von knapp neun Millionen Euro und gewaltiger Einsparungsmaßnahmen in den eigenen Betriebsstrukturen.

Nach leichtem Aufwind in den darauffolgenden Jahren musste JoWood 2005 zwei Entwicklungsstandorte schließen, um nicht pleitezugehen. Wieder konnte eine Insolvenz nur mit Müh und Not abgewendet werden.
Ab Dienstag werden die JoWood-Papiere vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt.
JoWood-Aktie vom Handel ausgesetzt
Jetzt allerdings ist das Rottenmanner Unternehmen endgültig insolventin die Pleite geschlittert. Die JoWooD-Papiere sind nur mehr 38 Cent wert, am Montag und Dienstag sind die Aktien um 6,7 bzw. 9,5 Prozent abgestürzt, ab Dienstag werden sie vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt.

Das Unternehmen hatte zuletzt 90 Mitarbeiter beschäftigt.
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