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MI | 11.04.2012
Hella Ranner (Bild: Stadt Graz/Fischer)
CHRONIK
Schwere Betrugsvorwürfe gegen Hella Ranner
Die steirische EU-Abgeordnete Hella Ranner (ÖVP) ist mit schweren Betrugsvorwürfen konfrontiert. Sie soll eine Anwaltskanzlei, für die sie arbeitete, um 360.000 Euro geschädigt haben. Ranner weist die Anschuldigungen zurück.
Ranner soll Prämien erschlichen und ungerechtfertigte Honorare gefordert haben.
"Prämien erschlichen"
Mitte Februar erstattete der ehemalige Arbeitgeber Ranners, eine Welser Anwaltskanzlei, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Graz. Demnach soll die Abgeordnete in ihrer Funktion als Geschäftsführerin am Standort Graz jahrelang Prämien erschlichen und ungerechtfertigte Honorare gefordert haben. Der Schaden beträgt laut Anzeige knapp 360.000 Euro.
Massive Anschuldigungen
Unter anderem soll sich Ranner aus der Firmenkasse bedient haben, laut Anzeige habe sie sich ohne jede Grundlage oder Genehmigung der Mitgesellschafter Beträge in der Höhe von 90.000 Euro überwiesen. Nicht genehmigte Überweisungen seien auch an das Finanzamt Graz gegangen, an eine Versicherung, einen Anwalt und auf das Konto einer Zusatzpension. Selbst für Außenstände beim Frisör sollen Firmengelder geflossen sein.
Ranner will rechtliche Schritte einleiten.
Ranner: "Schmutzkübelkampagne"
Ranner selbst wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Sie sei entsetzt, über die Medien informiert worden zu sein. Laut der EU-Abgeordneten handelt es sich um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung zwischen ehemaligen Geschäftspartnern.

"Wer das nun an die Öffentlichkeit zerrt, möchte eine Schmutzkübelkampagne anzetteln", so Ranner. Die ÖVP-Politikerin will ihrerseits rechtliche Schritte einleiten.
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