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MI | 11.04.2012
Bischof Egon Kapellari (Bild: APA/ Barbara Gindl)
RELIGION
Kapellaris Amtszeit um zwei Jahre verlängert
Die Amtszeit des steirischen Diözesanbischofs Egon Kapellari ist um zwei Jahre verlängert worden. Kapellari wurde am 12. Jänner 75 Jahre alt und reichte daher entsprechend dem Kirchenrecht seinen Rücktritt ein.
"Ich nehme diese Entscheidung mit Dank an"
Emeritierung "jetzt für später" angenommen
Laut Kapellari habe er von Papst Benedikt XVI. eine grundsätzlich positive Antwort auf sein Emeritierungsgesuch erhalten, allerdings "nunc pro tunc ("jetzt für später") - zugleich wurde seine Amtsdauer um zwei Jahre verlängert: "Ich nehme diese Entscheidung mit Dank für das darin zum Ausdruck kommende große Vertrauen an", so Kapellari.
"Gar so alt fühle ich mich nicht."
"Pastoral erfahren"
Die Verlängerung sei mit Hinweis auf die "pastorale Erfahrung" und seine stabile Gesundheit erfolgt, so Kapellari: "Gar so alt fühle ich mich nicht. Ich habe mir nie ein Amt ausgesucht. Ich habe mit all meine Kräften versucht, das mir aufgetragene Amt auszuüben. Der Papst hat darauf verwiesen, dass ich große pastorale Erfahrung habe und dass ich gesund bin, beides stimmt, und darum bin ich bereit, in einer Zeit großer Übergänge und Umbrüche in der Kirche und Gesellschaft nach meinen Kräften in diesem Zeitraum als Diözesanbischof weiter zur Verfügung zu stehen."
"Es dominiert die Freude"
Auf die Frage, ob er die Verlängerung seiner Amtszeit als Freude oder als Last empfinde, sagt Kapellari: "Das Leben ist immer beides, und Arbeit ist Freude und manchmal auch Last, aber es dominiert bei mir immer schon die Freude am Priestersein und seit 29 Jahren die Freude am Bischofssein."
"Eine sehr bunte Aufgabe, sehr herausfordernd, manchmal auch etwas belastend."
"Jeden Tag tun, was ich bisher getan habe"
Er werde nach Kräften versuchen, auch die nächsten zwei Jahre als eine Zeit gestalten zu helfen, in der die katholische Kirche Österreichs der Verwirklichung des biblischen Mottos "Einheit in Liebe" ein Stück näher kommt. Alle Katholiken seiner Diözese bitte er, "miteinander und mit mir dafür unterwegs zu bleiben".

Als Ziel nennt der Bischof, "jeden Tag das zu tun, was ich bisher getan habe. Eine sehr bunte Aufgabe, sehr herausfordernd, manchmal auch etwas belastend, aber wenn Gott mir die Kraft dazu gibt, werde ich das so tun wie bisher".
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