Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
BZÖ-Chef Gerald Grosz (Bild: ORF)
POLITIK
Grosz BZÖ-Spitzenkandidat für Landtagswahl
Das steirische BZÖ hat am Samstag beim Landeskonvent in Graz den Wahlkampf für die Landtagswahl eröffnet. Landesparteichef Gerald Grosz wurde zum Spitzenkandidaten gewählt. Er griff SPÖ und ÖVP scharf an.
In Graz stellt das BZÖ zwei Gemeinderäte.
Steiermark als Hoffungsträger
Sinn des Landeskonvents des BZÖ war unter anderem die Mobilisierung der Funktionäre, immerhin gilt die Steiermark neben Wien als großer Hoffnungsträger der Partei. Derzeit ist das BZÖ nicht im steirischen Landtag vertreten, auch bei der Gemeinderatswahl im Frühjahr blieb der Erfolg mit unter einem Prozent der Stimmen aus. In Graz stellt das BZÖ jedoch zwei Gemeinderäte.
Der Einzug in den Landtag ist für das BZÖ wohl nur über ein Grundmandat in Graz zu schaffen.
Graz als Basis für Landtagseinzug
Die Landeshauptstadt soll nun auch die Basis für den Einzug in den Landtag bilden - dieser wird nämlich nur mit einem Grundmandat in Graz zu schaffen sein. Dazu müsste das BZÖ die Stimmen im Vergleich zur Gemeinderatswahl aber verdoppeln.

Bundesparteiobmann Josef Bucher behalf sich mit Ironie: "Wenn wir ein Minus von einem Prozent in der Zeitung stehen haben, was nicht möglich ist, dann werden wir deshalb auch nicht demotiviert durch die Gegend laufen."
Grosz: Kämpfende Rüden "kastrieren"
Landesparteiobmann Grosz, der beim Konvent von 200 Delegierten einstimmig zum Spitzenkandidaten des BZÖ gewählt wurde, richtete seine Attacken vorwiegend auf die Landesregierungsparteien SPÖ und ÖVP.

"Wenn sie sich wie Rüden ständig ineinander verbeißen, dann nimmt man sie irgendwann einmal auseinander und kastriert sie. Wenn die Herren Voves und Schützenhöfer diese demokratische Zwangskastration ihrer politischen Funktionen nicht am 26. September von den Wählern erhalten wollen, dann rate ich ihnen, die letzten drei Monate zu nutzen, um Verantwortung für die Menschen zu übernehmen."
Hauptthema Migration
Die Landesregierung sei nicht in der Lage, die steirischen Interessen gegenüber der Bundesregierung zu wahren, so Grosz. Hauptthema des Landesparteichefs blieb aber die Migration. Das Schubhaftzentrum in Vordernberg müsse verhindert werden, zudem kritisierte Grosz das Asylwesen.

"Gastrecht für jene, die wissen, wie sie sich zu benehmen haben, sich integrieren, die wir brauchen können und die gesetzestreu sind. Kein Gastrecht für jene, die meinen, ihre ethischen Konflikte auf unseren Straßen austragen zu müssen, und noch dazu unser Sozialsystem ausnutzen", forderte Grosz.
Grosz überreichte Jörg-Haider-Medaille
Nach seiner Ansprache überreichte Grosz sieben zum Teil ehemaligen Politikern die neue Jörg-Haider-Medaille.

Die Preisträger der Auszeichnung sind der ehemalige Bundesminister Michael Schmid, Nationalratsabgeordneter Harald Fischl, der ehemalige Grazer Vizebürgermeister Paul Temmel, Nationalratsabgeordneter Kurt List und die Klubobmann-Stellvertreter Ursula Haubner, Herbert Scheibner und Peter Westenthaler.
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