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MI | 11.04.2012
Landesnervenklinik (LSF) (Bild: ORF)
GRAZ
Todesdrohung: Täter will Patientin freipressen
Eine Ärztin der Sigmund-Freud-Klinik in Graz wird von einem Unbekannten bedroht. Der Täter forderte von ihr mehrfach die Freilassung einer Patientin, sonst werde es Tote geben. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft.
Der Unbekannte fordert die Freilassung einer bestimmten Patientin aus der geschlossenen Abteilung.
Zwei Nachrichten per Fax
Zweimal sandte der Unbekannte in dieser Woche Faxnachrichten an die Landesnervenklinik Sigmund Freud (LSF), zuletzt Samstagabend. Er forderte darin die Freilassung einer bestimmten Patientin aus der geschlossenen Abteilung des Krankenhauses. Sollte seiner Aufforderung nicht entsprochen werden, drohte er, die Ärztin der Frau zu töten.
Personenschutz und Sicherheitsvorkehrungen
Als das zweite Fax eingelangt war, wurde die Polizei verständigt. Die behandelnde Ärztin der angesprochenen Patientin wurde daraufhin unter Personenschutz gestellt, ihre Wohnung wird überwacht. Auch rund um das Krankenhaus wurden verstärkt Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Über Kreditkartennummer wollen die Ermittler auf die Spur des Täters kommen.
Fax kam über das Internet
Wer die Nachrichten an die LSF verfasst und geschickt hat, ist noch unklar. Das Fax von Samstagabend wurde über eine Website ohne Nummer geschickt.

Allerdings muss man sich dafür zum Beispiel mit einer Kreditkarte registrieren, über die dann die Abrechnung erfolgt. So hoffen die Kriminalisten dem Verfasser auf die Spur zu kommen.
Patientin auf Revers entlassen
Die Patientin wurde indessen Sonntagabend von der geschlossenen in die offene Abteilung verlegt und anschließend gegen Revers aus der Klinik entlassen. Es sei deshalb nicht damit zu rechnen, dass weitere Drohungen einlangen, so die Ermittler. Trotzdem müsse man den Absender der Faxe ausforschen, da der Tatbestand der schweren Nötigung erfüllt sei.
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