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MI | 11.04.2012
Streckenabschnitt der S35 (Bild: ORF)
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S35 fertig: Vollwertige Alternative zur A2
Mit einem Festakt ist am Freitag die Fertigstellung der Brucker Schnellstraße (S35) gefeiert worden. Damit gibt es erstmals eine durchgängige Schnellstraßenverbindung zwischen Graz über Bruck und weiter nach Wien.
Zwei neue Tunnel
Sieben Kilometer lang ist das letzte Teilstück der S35, das am Samstag für den Verkehr freigegeben wird. Entlang des neuen Abschnitts wurden auch zwei neue Tunnel errichtet: Kaltenbach und Kirchdorf. Sie sollen die Orte Zlatten und Kirchdorf vom Verkehr entlasten.
Das neuartige Warnsystem nimmt Unfall- und Brandgeräusche über Mikrofone wahr.
Warnsystem für mehr Sicherheit
Die neuen Tunnelröhren sind doppelröhrig ausgebaut und gehören zu den modernsten und sichersten im Alpenraum. Im Tunnel Kirchdorf sorgt zudem ein weltweit neuartiges Warnsystem für mehr Sicherheit: Es nimmt Unfall- und Brandgeräusche über Mikrofone automatisch wahr und schlägt Alarm.
Über 200 Mio. Euro investiert
Insgesamt hat der Bau des letzten Teilstücks fünf Jahre gedauert - länger als ursprünglich geplant: ASFINAG-Vorstandsirektor Alois Schädel bezeichnet den Bau als schwerster in ganz Österreich in den vergangenen zehn Jahren: "Es waren hier Überraschungen, die wir beim Tunnelbau angetroffen haben, die haben eine Bauzeitverzögerung von neun Monaten bewirkt. Daduch entstanden auch Mehrkosten, es kam zu Überschreitungen von rund zehn Prozent der Bausummen. Wir rechnen mit 202 Millionen ab und haben mit 185 etwa den Bau begonnen."
Alternative zur Südautobahn
Die Brucker Schnellstraße ist nicht nur eine wichtige Verbindung für Pendler zwischen dem Mürztal und Graz - ab sofort ist sie auch eine vollwertige Alternative zur Südautobahn für Lenker, die zwischen Wien und Graz unterwegs sind.

Auch der einröhrige Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn kann im Falle einer Sperre jetzt schneller umfahren werden als bisher.
Zufriedenheit bei der Politik
Für Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) ist der Vollausbau der S35 eine Erleichterung für viele Pendler, für viele Anrainer, aber auch für die Wirtschaft auf der Achse Graz - Wien: "Niemand hat mehr daran geglaubt - als Kind bin ich noch mit der Dampflok da gefahren und hab' nie daran denken können, dass es da tatsächlich eine vierspurige Verbindung geben wird."

Als besondere Herausforderung nicht nur finanziell, sondern auch technisch sieht Verkehrslandesrät Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) den Lückenschluss: "Natürlich sind wir immer froh, wenn ein Proekt auch wirklich abgeschlossen wird und seiner tatsächlichen Nutzung übergeben wird, denn dann weiß man, wofür man jahrelang gearbeitet hat."
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