Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Bauarbeiten im Koralmtunnel (Bild: ORF)
VERKEHR
Voves steht hinter Koralmtunnel
Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) will alle Bahnprojekte in Österreich auf ihre Finanzierbarkeit prüfen. In der Steiermark steht u.a. die Koralmbahn auf der Liste. LH Franz Voves (SPÖ) sieht den Bau des Koralmtunnels aber außer Streit.
Bures bekenne sich zu Koralm- und Semmering-Projekt, meint Voves.
Voves verlässt sich auf Bures
Voves verurteilte die erneute Verunsicherung, die um die beiden Tunnelgroßprojekte Koralm und Semmering verbreitet werde; er verlasse sich ganz auf Infrastrukturministerin Doris Bures, aus deren Aussagen ginge klar hervor, dass sie sich zu den Vorhaben bekenne.
1,3 Milliarden Euro bereits investiert
Der Bau des Koralmtunnels steht für Voves außer Streit. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ÖBB und Bund einer Koralmbahn zugestimmt hätten, wenn sie nicht mit Sicherheit auch den Semmeringtunnel involviert hätten", so Voves.

1,3 Milliarden Euro seien bereits investiert worden. "Hören wir dann bei der Hälfte des Tunnels auf und machen eine bessere Lurgrotte daraus? Glauben Sie, dass so verantwortungslos mit Milliardeninvestitionen umgegangen werden kann?", fügt Voves hinzu.
Geplanter Start: Ende 2020
Nach aktuellem Stand der Dinge soll die Koralmbahn Ende 2020 in Betrieb gehen. Eine Verzögerung von ein bis zwei Jahren sei sowohl finanziell als auch technisch aber jederzeit möglich, räumt Voves ein.
"Wichtigstes Infrastrukturprojekt"
Die geplante Umsetzung des Koralmtunnels fordern auch der steirische Wirtschaftskammer-Präsident Ulfried Hainzl und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP), der die Koralmbahn als "wichtigstes Infrastrukturprojekt für die Steiermark" bezeichnet, das nicht durch das "Unvermögen der SPÖ" gefährdet werden dürfe.

Ähnlich auch ÖVP-Landesgeschäftsführer Berhard Rinner, für den "mehr Legitimation für ein Bahnprojekt unter Einbeziehung des Umweltschutzgedankens und verkehrspolitischer Aspekte kaum vorstellbar" ist.

Die steirischen Grünen würden es lieber sehen, die Transitstraßenpläne zu stoppen und nicht den Koralmtunnel.

Das steirische BZÖ forderte einen "parteiübergreifenden Schulterschluss" für das Koralmprojekt, die Grünen wünschten sich eine Verschiebung der Mittel von der Straße zur Schiene.
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