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MI | 11.04.2012
GAK-Logo (Bild. GAK/ORF)
WIRTSCHAFT
GAK schaffte dritten Zwangsausgleich
Für den steirischen Fußballclub GAK gibt es wieder eine Zukunft, der Zwangsausgleich bei der Tagsatzung am Dienstag ist durchgegangen. Die Gläubiger entschieden sich dafür, dem GAK zum dritten Mal eine Chance zu geben.
Zwei Gläubiger stimmten gegen den Zwangsausgleich.
20-prozentige Ausgleichsquote
133 Gläubiger sind von dem GAK-Zwangsausgleich betroffen, ihre Forderungen belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro. Die Gläubiger erhalten eine 20-prozentige Ausgleichsquote, die der GAK binnen 20 Tagen finanzieren muss. Mit dem Finanzamt und der Gebietskrankenkasse stimmten zwei Gläubiger gegen den Zwangsausgleich.

Der GAK muss nun etwa 400.000 Euro aufbringen, dazu kommen noch 100.000 Euro Verfahrenskosten.
Kürschner wieder Optimistisch
GAK-Präsident Kürschner glaubt, dass durch die Entscheidung, jetzt wieder ein Aufwärtswind entstehen wird. "Es waren zwei Entscheidungen, die gegen den GAK waren. Das muss ich erst mal verdauen. In der Vergangenheit war der Optimismus bei mir und den Vorstandsmitgliedern, jetzt wird dieser Optimismus auch auf die Anhänger und Freunde des GAK übergreifen", ist sich Kürschner sicher.
Zwei gescheiterte Versuche
Der Verein hatte bereits in den Jahren 2007 und 2008 Zwangsausgleiche abgeschlossen, wobei den Konkursgläubigern jeweils eine 20-prozentige Quote angeboten wurde. Bereits kurze Zeit nach Beendigung des zweiten Konkursverfahrens kämpfte man wieder mit finanziellen Problemen.
4,2 Millionen Euro an Forderungen
Im Verfahren waren insgesamt 4,2 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden. An Vermögen sind aber nur 223.000 Euro vorhanden, sodass der Zwangsausgleich nur durch Abgabe von Rückstehungserklärungen und mit Hilfe neuer Sponsoren finanziert werden kann.
KSV: "Vorhanden waren lediglich diverse Fanartikel, wobei es sich hiebei vielfach um alte Utensilien handelt."
Neues Marketingkonzept
Weil schon alles verwertbare Inventar verkauft wurde, nahm man von einer neuerlichen Schätzung Abstand. "Vorhanden waren lediglich diverse Fanartikel, wobei es sich hiebei vielfach um alte Utensilien handelt, welche nur mehr Sammlerwert repräsentieren", hieß es am Dienstag vom Kreditschutzverband. Nun soll der Fortbestand mit einem neuen Marketingkonzept gewährleistet werden.
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