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MI | 11.04.2012
Fahrrad (Bild:  Fotolia/kk )
VERKEHR
Verkehrsstudie: Grazer bevorzugen Fahrrad
Die vier Grazer Universitäten haben im Rahmen des Projektes "UniMobil_4U" eine Studie veröffentlicht, die das Verkehrsverhalten und die Wahl des Verkehrsmittels der Studenten und Mitarbeiter abfragte. Am besten abgeschnitten hat das Rad.
An der Studie nahmen 8.500 Studierende und Mitarbeiter teil.
Universitäten sehr umweltbewusst
Insgesamt 8.500 Studenten und Universitätsmitarbeiter haben an der Studie der vier Grazer Unis teilgenommen. Das Ergebnis zeigt, dass die Universitäten sehr umweltbewusst sind, so Friedrich Zimmermann, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Karl-Franzens-Universität.

"Das beweist, dass die Universitäten ihren Mitarbeitern bzw. Studenten das Wählen alternativer Verkehrsmittel durch die Idee der Nachhaltigkeit transportieren können", so Zimmermann.
Lösungen zur Krisenvermeidung
Die vier Grazer Universitäten haben sich 2009 zu einer Nachhaltigkeitsplattform zusammengeschlossen. Gemeinsame Projekte beschäftigen sich mit den Schlagworten Klimawandel, globale Erwärmung oder Finanzkrise und suchen nach Lösungen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.
Jene, die den Pkw nutzen, wohnen meist mehr als zehn Kilometer vom Ziel entfernt.
14.000 Menschen fahren Fahrrad
Zeitersparnis, Flexibilität und Kostenersparnis sind laut der Studie die wichtigsten Argumente für die Wahl des Verkehrsmittels. Wenn man von der befragten Gruppe auf alle Studierenden und Universitätsmitarbeiter in Graz hochrechnet, so nutzen fast 14.000 Menschen täglich das Fahrrad, ca. 7.000 fahren immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. gehen zu Fuß.

Rund 3.700 Personen nutzen täglich den Pkw, um zur Uni zu gelangen. Hier spielt die Distanz eine Rolle, denn der Großteil der Pkw-Fahrer wohnt mehr als zehn Kilometer vom Ziel entfernt.
Mediziner stechen heraus
Besonders sportlich zeigen sich die Mediziner. Die Studenten der Medizinischen Universität stechen bei der Studie heraus, weil sie wesentlich häufiger mit dem Fahrrad fahren, als die Kollegen anderer Universitäten, sagt Zimmermann.
Politik und öffentlicher Verkehr eingebunden
Gemeinsam mit der Stadt Graz sollen in Zukunft die Radwege sicherer gemacht, sowie die Anbindung aller Universitätsstandorte optimiert werden. "Ich denke, dass der Wille sowohl beim öffentlichen Verkehr als auch bei der Politik vorhanden ist, hier Verbesserungen durchzuführen", so der Nachhaltigkeitsbeauftragte - Verbesserungen, die vor allem nachhaltig wirken sollen.
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