Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Hangrutsch (Bild: BFV Feldbach/Franz Fink)
HOCHWASSER
Bezirk Feldbach: Noch keine Entwarnung
Zwei Wochen nach den Unwettern gibt es im Bezirk Feldbach noch immer keine Entwarnung. In Studenzen, wo das Hochwasser eine Brücke wegriss, zogen die Einsatzkräfte am Donnerstag eine vorläufige Zwischenbilanz.
60.000 Arbeitsstunden leistete die Feuerwehr bisher im Bezirk Feldbach.
550 Hangrutschungen
60.000 Arbeitsstunden leisteten hunderte Helfer der Feuerwehr im Bezirk Feldbach seit Beginn des Hochwassers. Ein Ende des Einsatzes ist noch nicht in Sicht.

"Die Situation hat sich noch nicht entscheidend verbessert, weil wir rund 550 Rutschungen gemeldet bekommen haben. Wir bekommen immer noch ein paar jeden Tag dazu. Leider verschlechtern sich manche Rutschungen", sagt Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder.
Änderungen beim Hausbau
Plauder ist derzeit mit Geologen im Bezirk unterwegs, um die völlig durchweichten Lehmböden zu untersuchen. Künftig soll anders gebaut werden, steht für die Experten schon jetzt fest.
Im Bezirk Feldbach gibt es derzeit 40 Großbaustellen in Folge des Hochwassers.
Zehn Millionen Schaden an Gebäuden
Der Schaden an Gebäuden und Straßen wird derzeit vorsichtig auf mindestens zehn Millionen Euro geschätzt. Plauder gab am Donnerstag einen Überblick: "Wir haben rund 40 Großbaustellen, in erster Linie dort, wo Häuser und Menschenleben gefährdet sind. Das zweite sind die vielen Baustellen an den Landes- und Bundesstraßen und den Gemeindewegen."
Die Hauptarbeit für die Soldaten ist, rutschende Hänge abzusichern.
250 Soldaten noch immer im Einsatz
Ohne das Bundesheer könnte man die Situation im Bezirk nicht bewältigen, so der Feldbacher Bezirkshauptmann. 250 Soldaten mit Pionierausbildung sind weiterhin im Einsatz.

"Ging es in der Anfangsphase noch darum, Sandsäcke zu füllen und die Bevölkerung vor den Wassermassen zu schützen, geht es jetzt hauptsächlich darum, Hangrutschungen so abzusichern, dass keine Gebäude und öffentlichen Straßen gefährdet sind", erklärt der Militärkommandant der Steiermark, Heinz Zöllner.

Die Arbeit der Soldaten wird noch bis mindestens Ende Juli dauern.
Pioniere des Bundesheeres helfen bei Hangrutsch in Tagensdorf (Bild: Pressedienst Feuerwehr/Fink)
17 Millionen für Katastrophenschutz
Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) kündigte am Donnerstag an, dass das Bundesheer 17 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investieren wird. Unter anderem werden Bagger und andere Geräte für die Pioniere angeschafft; außerdem soll das Geld in medizinische Ausrüstung und Spezialfahrzeuge fließen.
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