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MI | 11.04.2012
Kerze auf Friedhof (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
TODESFALL
Filmemacher Gerhard Friedl gestorben
Der österreichische Filmemacher Gerhard Friedl ist im Alter von 42 Jahren in Berlin gestorben. Beim Tod des in Bad Aussee geborenen Regisseurs handle es sich um einen "tragischen Unglücksfall", so Friedls Vater.
In der Nacht auf Freitag gestorben
Friedl sei bereits in der Nacht auf vergangenen Freitag gestorben, bestätigte der Vater Friedls am Montagabend entsprechende Aussagen von Freunden Friedls sowie einen Internet-Bericht des deutschsprachigen Filmmagazins "Cargo".
Friedl erhielt u.a. den ARTE-Preis für den Besten Deutschen Dokumentarfilm.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen
Friedl, der am 21. Juli seinen 43. Geburtstag gefeiert hätte, studierte in Wien Philosophie und in München Filmregie. Sein Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) und zugleich sein Langfilmdebüt war "Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?" (2004), für den Friedl den ARTE-Preis für den Besten Deutschen Dokumentarfilm, den Diagonale-Preis für Innovatives Kino und eine Nominierung für den deutschen "First Steps"-Award erhielt.

Schon zuvor hatte der Regisseur mit der Kurzdoku "Knittelfeld - Stadt ohne Geschichte" (1997) auf sich aufmerksam gemacht.
Kameramann, Cutter, Kurator und Regisseur
Friedl arbeitete als Kameramann, Cutter, Kurator von Filmschauen, Film- und Fotokritiker sowie als Regisseur für Fernsehen, Werbung und Industriefilm. Zeitweise war er Dozent für zeitgenössischen Dokumentarfilm an der HFF München, von Oktober bis Dezember 2007 war er Stipendiat der renommierten deutschen Villa Aurora.
Friedl hinterlässt eine zehnjährige Tochter.
Zuletzt in Berlin und Marseille wohnhaft
Er lebte zuletzt in Berlin und Marseille. Ein neues Projekt, das Friedl laut "Cargo" in die Karibik hätte führen sollen, war schon weit gediehen. Friedl hinterlässt eine Tochter im Alter von zehn Jahren.
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