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MI | 11.04.2012
Fritz Inkret (Bild: Foto Freisinger)
Leoben
Steirischer Freiheitskämpfer Fritz Inkret tot
Als einer der letzten Februarkämpfer des Jahres 1934 ist der Leobener Fritz Inkret verstorben. Am 14. Juni erlag er einer langen, schweren Krankheit. Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer trauert um seinen Ehrenvorsitzenden.
"Bedeutender Zeitzeuge"
"Er war für uns einer der bedeutendsten Zeitzeugen des austrofaschistischen Staatsstreiches von 1934 und ein unermüdlicher Mahner und überzeugter Sozialdemokrat", zeigte sich der Bundesvorsitzende der Freiheitskämpfer, Ernst Nedwed tief bewegt.
Archivbild von Fritz Inkret (Bild: ORF) Tischler, Lehrer, Freiheitskämpfer
Der gelernte Tischlergeselle und spätere Berufsschullehrer, Fritz Inkret, wurde am 13. Juli 1915 in Leoben-Donawitz geboren. Aufgrund seiner aktiven Teilnahme an den Kämpfen im österreichischen Bürgerkrieg im Februar 1934, wurde er bereits am 15. Februar zu acht Monaten Kerker verurteilt.

Er war Kampfgefährte von Koloman Wallisch, dem Schutzbundführer in der Steiermark, der im Jahre 1934 vom Standgericht zum Tode verurteilt wurde. Nach dem Ende des Austrofaschismus geriet Inkret wieder in die Hände der Nationalsozialisten, die ihn 1944 inhaftierten.
Symbol für Brüche und Umwälzungen
Sein Leben sei symbolisch für die Brüche und Umwälzungen gestanden, die Österreich in den 30er- und 40er-Jahren aufgrund der beiden Regime des Austrofaschismus und des Nazifaschismus durchstehen musste. Die Begebenheiten der Zwischenkriegszeit und des Zweiten Weltkrieges müssten immer als Warnung gelten und niemals vergessen werden, so Nedwed weiter.
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