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MI | 11.04.2012
Georg Pölzl (Bild: APA/Barbara Gindl)
WIRTSCHAFT
Steirer Pölzl mit 1. Oktober neuer Postchef
Mit 1. Oktober nimmt ein Steirer die Zügel der Post in die Hand. Georg Pölzl, bis jetzt Manager von T-Mobile Deutschland, wurde am Montag zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Pölzl gilt als erfahrener Sanierer.
Bisher Chef von T-Mobile Deutschland
Bis jetzt sitzt der 52-jährige Steirer noch im Chefsessel von T-Mobile Deutschland, dorthin wurde er erst im Winter 2009 berufen, doch jetzt zieht es ihn zurück in die Heimat.
"Beeindruckender Werdegang"
Der Aufsichtsrat der Post AG hat sich in seiner Sitzung am Montag auf Pölzl geeinigt. "Wir könnten mit Dr. Georg Pölzl einen hervorragenden, international tätigen Manager gewinnen, der einen beeindruckenden beruflichen Werdegang vorweist", sagte Aufsichtsratspräsident Peter Michaelis laut Aussendung.
Pölzls Vertrag läuft bis 30. September 2014.
Jettmar als "hervorragende Ergänzung"
Rudolf Jettmar - seit dem Abgang von Vorstand Anton Wais interimistischer Generaldirektor - bleibt Finanzvorstand und stellvertretender Generaldirektor. Pölzl ergänze "in hervorragender Weise durch seine Erfahrung im hart umkämpften liberalisierten Telekommarkt den Vorstand der Österreichischen Post". Pölzls Vertrag laufe bis 30. September 2014, teilte die Post AG mit.
Vorbereitung auf Marktliberalisierung 2011
Pölzl gilt als erfahrener Sanierer und soll den Postkonzern auf die endgültige Liberalisierung des Briefmarkts im Jahr 2011 vorbereiten.
Der "Neue" sollte nicht konfliktscheu sein
Auf den "Neuen" warten in jedem Fall heikle Agenden: Angeblich gibt es bei der Post Hunderte Beamte, die nicht gekündigt werden können. Diese müssen entweder mit hohen Geldbeträgen abgefertigt werden oder werden fürs Nichtstun bezahlt, was die Postgewerkschaft ärgert. Konflikte wären allerdings auch programmiert, sollten mehr Postämter zugesperrt werden.
Karrierestationen
Der gebürtige Grazer maturierte an der HTL für Maschinenbau und Elektronik. Sein Studium ansolvierte er an der Montanuni Leoben.

Ab Jänner 1998 leitete Pölzl neun Jahre lang den Mobilfunkbetreiber maxmobil. 2007 holte ihn der Mutterkonzern nach Deutschland. Dort übernahm er im Jänner die Führungsagenden. Pölzls Job fällt allerdings durch die Verschmelzung der Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten weg.
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