Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Das abgestürzte Flugzeug (Bild: Innenministerium)
CHRONIK
Vermisstes Flugzeug entdeckt - Familie tot
Jene dreiköpfige Familie aus Nestelbach, die seit Freitagabend mit ihrem Kleinflugzeug in der Obersteiermark vermisst wurde, ist tot. Das Wrack wurde zwischen Hohentauern und Trieben am Schwarzkogel entdeckt.
Das Kleinflugzeug verschwand plötzlich von den Radarschirmen.
Auf dem Weg zu den Großeltern
Die zweimotorige Maschine war am Freitag kurz nach 20.00 Uhr vom Flughafen Graz-Thalerhof gestartet. Der 41-jährige Pilot war mit seiner 39 Jahre alten Frau und der gemeinsamen vierjährigen Tochter unterwegs nach Niederöblarn im Bezirk Liezen - dort wollte man die Tochter bei den Großeltern abgeben. Anschließend sollte es weitergehen nach Salzburg, wo ein Ehepaar zugestiegen wäre. Die vier hatten geplant, Pfingsten in Italien zu verbringen.

Um 20.25 Uhr verschwand das Kleinflugzeug im Raum Judenburg - Fohnsdorf - Pöls plötzlich von den Radarschirmen der Austro Control.
Das abgestürzte Flugzeug (Bild: Innenministerium)
Kein Notsender ausgelöst
Da die Maschine keinen Notsender ausgelöst hatte, gestaltete sich die Suche besonders schwierig. Immer wieder überflogen die Einsatzkräfte mit drei Hubschraubern das Gebiet von Trieben und den Hohen Tauern. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurde die Suche dann auch auf Kärnten und das Feistritztal ausgedehnt.
Die Leiche des Piloten
wird obduziert.
Alle drei Insassen ums Leben gekommen
Sonntagvormittag schließlich wurde das Flugzeug von Bergrettern zwischen Hohentauern und Trieben am Schwarzkogel entdeckt. Es heißt, die zweimotorige Maschine soll gegen einen Berghang geprallt sein. Für die drei Insassen habe es keine Überlebenschance gegeben.

Absturzursache noch völlig unklar
Über die Absturzursache ist noch nichts bekannt - die Landeskriminalabteilung Steiermark hat die Ermittlungen aufgenommen. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde angeordnet, dass die Leiche des Piloten obduziert wird, um abzuklären, ob eine plötzliche Krankheit den Absturz verursacht hat. "Die Staatsanwaltschaft wird einen Sachverständigen bestellen, um die Absturzursache zu klären. Das kann drei bis vier Monate dauern, bis es ein Ergebnis gibt", so der Leiter der Unfallkommission, Anton Kiesl.
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