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MI | 11.04.2012
Tippen am Laptop (Bild: ORF)
Graz
Internet-Betrüger zu Haftstrafe verurteilt
Zu 35 Monaten Haft ist am Mittwoch in Graz ein Betrüger verurteilt worden. Der Mann versteigerte wertvolle Uhren im Internet, die gar nicht ihm gehörten. Er prellte seine "Kunden" dadurch um 33.000 Euro.
52 Fälle konnten dem Mann nachgewiesen werden.
Bereits einmal verurteilt
Der 38-jährige Grazer wurde bereits im Juli 2007 verurteilt, weil er über die Internet-Auktionsplattform eBay Waren verkauft hatte, die ihm aber nicht gehörten. Das Urteil beeindruckte ihn offenbar wenig - er machte danach gleich weiter. Bis Juni 2008 konnte ihm der Staatsanwalt 52 neue Fälle nachweisen.
68 Euro für goldene Taschenuhr
Der Grazer ging bei seinen Betrügereien immer gleich vor: Er stellte Bilder von teuren Uhren bei eBay online und bot sie zum Verkauf an. So ersteigerte etwa ein Käufer um 68 Euro vermeintlich eine massivgoldene Taschenuhr aus dem Jahr 1927. Das Paket mit der Uhr traf allerdings nie ein.
Der Grazer verwendete bei seinen Betrügereien sieben verschiedene Identitäten.
Motiv: Spielsucht
Insgesamt sieben verschiedene Identitäten verwendete der Mann, was ihm aber im Endeffekt nichts nützte - über seine Bankkonten wurde der Grazer ausgeforscht. Er war von Anfang an geständig und gab als Grund für die Straftaten seine Spielsucht an.
35 Monate unbedingt - nicht rechtskräftig
Der Schöffensenat verurteilte ihn zu einer unbedingten Haftstrafe von 35 Monaten. Der Angeklagte erbat sich Bedenkzeit. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.
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