Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Weltmaschine (Bild: www.weltmaschine.at)
Brüssel
Erfinder-Enkel auf der Spur der "Weltmaschine"
Der Enkelsohn des Erfinders der "Weltmaschine" war am Mittwoch, dem 50. Jahrestag der Erfindung, auf Spurensuche in Brüssel. Das Brüssler Atomium hatte Franz Gsellmann sen. im Jahr 1958 zum Bau der Maschine inspiriert.
Die Maschine wird von 20 Elektromotoren in Bewegung gesetzt.
Kunstwerk aus Glühbirnen, Zahnrädern, ...
Der Bauer Franz Gsellmann erschuf 1958 im oststeirischen Edelsbach ein monströses Gesamtkunstwerk, das er aus Glühbirnen, Rohren, Zahnrädern, Küchenmaschinen, Staubsaugern, Hula-Hoop-Reifen und anderem Gerät zusammenfügte und mit 20 Elektromotoren in Bewegung setzte.
Weltmaschine (Bild: www.weltmaschine.at)
Mittlerweile lockt der skurrile Bau jährlich etwa 10.000 Besucher aus aller Welt auf den großväterlichen Hof, sagte Gsellmann jun. am Mittwoch bei einer Präsentation im Europaparlament.
Die "Weltmaschine" soll den Menschen ein staunendes Lächeln ins Gesicht zaubern, so Gsellmann junior.
"Die Maschine in die Welt hinaustragen"
"Als Besitzer der Maschine fühle ich mich verantwortlich dafür, die 'Weltmaschine' zu erhalten und weiterzuführen, damit sie den Menschen weiterhin Freude macht, wenn sie die Maschine anschauen und ihnen ein staunendes Lächeln ins Gesicht zaubert", so Gsellmann. Seine Reise nach Brüssel sollte der Anlass sein, "die Maschine in die Welt hinauszutragen, obwohl sie am Standort bestehen bleiben wird".
"Weltmaschine" soll bekannter werden
In den kommenden drei Jahren sind daher eine Reihe von kulturellen Events geplant, um Franz Gsellmanns Erbe einer noch größeren Öffentlichkeit bekanntzumachen. Mittwochabend präsentiert Klaus Ferentschik in Brüssel sein Buch "Der Weltmaschinenroman", in dem er zahlreiche Skurrilitäten rund um das Wunderobjekt schildert.
Franz Gsellmann sen. (Bild: www.weltmaschine.at) Orchesterstück mit Tönen der "Weltmaschine"
Am 9. November soll es bei einer Feier in Edelsbach zur Uraufführung eines Orchesterstücks von Peter Lackner kommen, das die Geräusche der "Weltmaschine" nachahmt.

Ausstellungen und "Geburtstagsevent"
Eine wandernde Fotoausstellung und eine österreichisch-ungarische Bilderausstellung zu dem Thema sind ab nächstes Jahr geplant. Zum 100. Geburtstag des Erbauers im Mai 2010 ist dann eine große Veranstaltung geplant - mit einem Gesamtbudget von 200.000 bis 350.000 Euro, wie Projektmanagerin Klaudia Krutzler erläuterte.
Energie Steiermark trägt die Stromkosten
Das Problem hoher Stromrechnungen, das sein Großvater beim Betrieb des Wunderwerkes hatte, löste Franz Gsellmann junior mittlerweile: Die Energie Steiermark konnte als Sponsor gewonnen werden.
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