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MI | 11.04.2012
Sonne und Wolken (Bild: dpa/Kay Nietfeld)
Wetter
Hobby-Meteorologen warnen vor Unwettern
Wie wird das Wetter? Diese Frage wird über Wetterdienste meist von Profi-Meteorologen beantwortet. Es gibt aber auch Private, die sich für die Wetterbeobachtung interessieren, wie das Projekt "Skywarn" beweist.
Menschen sollen rechtzeitig gewarnt werden
"Skywarn" heißt so viel wie "Warnung vor dem, was vom Himmel kommt" und genau das ist es auch, womit sich dieses Projekt befasst. Ziel ist es, die Menschen gezielt und rechtzeitig vor Unwettern und anderen extremen Wetterereignissen zu warnen.
Spezialisiert auf kleinflächige Beobachtung
Die Hobby-Meteorologen bedienen sich nicht der modernen Technik - wie etwa staatliche Wetterdienste -, die großflächige Wettervorhersagen tätigen können. Sie spezialisieren sich eher auf die kleinflächige Beobachtung von Wetterphänomenen.
Spotter-Netz
Das Ganze funktioniert über ein sogenanntes Spotter-Netz. Spotter sind Leute, die die Art des Unwetters an eine Zentrale durchgeben. Sobald die Meldung eines solchen Spotters, also eines Beobachters, in der "Skywarn"-Zentrale eingeht, wird eine Warnung herausgegeben.
Hilfe für Austro Control und die Zentralanstalt für Meteorologie.
Warnung wird weitergegeben
"Er gibt entweder über das Warnformular im Internet, oder telefonisch die Warnung weiter. Diese wird dann bei uns dargestellt und beschrieben. Von anderen Mitgliedern wird sie dann an Austro Control und die Zentralanstalt für Meteorologie weitergegeben und dort verarbeitet", erklärt Bernhard Hafner von Skywarn.

Die Zusammenarbeit mit Austro Control und der ZAMG ist sehr wichtig für "Skywarn", da man von diesen einerseits Radardaten zur Verfügung gestellt bekommt und die Organisationen andererseits die Informationen der Spotter auswerten und weiterverwenden können.
Ehrenamtliche Tätigkeit.
Das Prinzip kommt aus den USA
Das Prinzip "Skywar" kommt aus den USA, wo dieses System aus der Unwettervorkehrung nicht mehr wegzudenken ist. "Skywarn" ist ein ehrenamtlicher Verein, die Spotter üben ihre Tätigkeit kostenlos aus.
"Skywarn"-Netzwerke in ganz Europa
Nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern gibt es "Skywarn"-Netzwerke, so zum Beispiel in Deutschland, Slowenien und der Schweiz.
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