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MI | 11.04.2012
Werner Faymann (Bild: APA/Helmnut Fohringer)
Politik
Faymann: Rot-Schwarz mit Pröll möglich
SPÖ-Chef Werner Faymann bleibt in der Koalitionsfrage bei seinem klaren Nein zu Rot-Blau. Eine Neuauflage der Großen Koalition könne er sich mit Josef Pröll an der Spitze der ÖVP vorstellen, so Faymann Freitagabend in Graz.
Faymann will eine klare Trennlinie zur FPÖ ziehen, auch wenn es zum taktischen Nachteil der SPÖ ist.
"Eine Frage der Moral"
"Menschen gegeneinander aufzuhetzen ist nicht mein Programm, da brauche ich eine scharfe Trennlinie. Das ist für mich auch eine Frage der Moral", so Faymann bei der Diskussionsveranstaltung der "Kleinen Zeitung" in der Grazer Helmut List-Halle in Richtung FPÖ.

Er sei immer der Meinung gewesen, dass die SPÖ "eine ganz klare Trennlinie ziehen muss, auch zu ihrem taktischen Nachteil."
Zu Voves: Andere Meinung zulassen
Landeshauptmann Franz Voves hatte zuletzt jedoch auch eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht ausgeschlossen.

Faymann dazu: "Ich habe das Gefühl, dass ich mit dem Landeshauptmann eine so gute, auch persönliche Beziehung habe, dass wir diese Dinge ausreden. Wenn einmal einer in einem Punkt anderer Meinung ist, wird das an unserer Freundschaft nichts ändern."
Das Scheitern der großen Koalition sieht Faymann nicht als Hindernis für eine Neuauflage.
"Josef Pröll als Partner gewünscht"
Das Scheitern der Großen Koalition sieht Faymann nicht als Hindernis für eine Neuauflage. In beiden Parteien habe es Veränderungen gegeben. "Ich habe mir immer Josef Pröll als Partner gewünscht", so Faymann.

Zu Vizekanzler und ÖVP-Chef Wilhelm Molterer ging er hingegen auf Distanz, dieser stehe zu sehr unter dem Einfluss von Klubobmann Wolfgang Schüssel.
Pröll lehnt Faymann-Werben ab
Pröll verbat sich am Samstag in Graz dieses Zeichen der Wertschätzung von Seiten des politischen Gegners: "Es hat nichts mit Wertschätzung zu tun. Es soll ein Spaltpilz in die ÖVP getragen werden, das werden wir weder zulassen, noch sind die Wähler so ungeschickt, dass sie diesen einfachen Schachzug nicht folgen könnten."
Faymann stellt sich hinter Darabos
In der Frage der Einsparungen beim Eurofighter-Kauf stellte sich Faymann voll hinter Norbert Darabos. Der Verteidigungsminister habe versucht, das Bestmögliche aus einem fertigen Vertrag herauszuholen. Die Differenzen zu den vom Rechnungshof ermittelten, weit geringeren Einsparungen, würden sich in den nächsten Tagen noch aufklären.
Teuerung: Faymann fordert AK-Preiskontrolle
Im Kampf gegen die Teuerung fordert der SPÖ-Spitzenkandidat eine stärkere Preiskontrolle durch die Arbeiterkammer.
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