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MI | 11.04.2012
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Obersteiermark
Riesenschaden nach Stromausfall
Eineinhalb Stunden sind am Donnerstag 50.000 Haushalte und zahlreiche Industriebetriebe in der Obersteiermark ohne Strom gewesen. Dabei entstand vor allem in der Industrie enormer Schaden.
Der Schaden für die voestalpine ist noch nicht abzuschätzen.
Hochofen und Stahlwerk standen still
Besonders gravierend wirkte sich der Stromausfall auf die großen obersteirischen Industriebetriebe aus. So standen bei der voestalpine in Donawitz das Stahlwerk und der Hochofen mehrere Stunden still.

Weil das Hochfahren der Anlagen sehr lange dauert, konnte erst am frühen Abend die Produktion wieder aufgenommen werden. Wie groß der Schaden ist, konnte man bei der voestalpine vorerst noch nicht abschätzen.
50.000 Euro Schaden bei Austria Email
Bei der Austria Email in Knittelfeld war man eine Stunde ohne Strom, hier entstand ein Schaden von 50.000 Euro.
Norske Skog hat Zehntausende Euro Schaden, trotz eigener Stromversorgung.
50 Tonnen Papier verloren
Auch bei der Papierfabrik Norske Skog in Bruck an der Mur ist der Schaden groß, sagt Unternehmenssprecher Gert Pfleger. Und das, obwohl man relativ rasch auf Strom aus dem firmeneigenen Kraftwerk zurückgreifen konnte.

Beide Papiermaschinen seien kurzzeitig ausgefallen, sagt Pfleger: "Das sind ungefähr 50 Tonnen, die man beim Wiederanfahren, das ungefähr eine Stunde dauert, verliert. Das ergibt einen Schaden von mehreren zehntausend Euro."
Gesamtschaden: Über eine Million
Rechnet man den Schaden durch Produktionsausfälle hoch, so dürfte er in der gesamten Obersteiermark mehr als eine Million Euro ausmachen.
Leistungsstärkerer Trafo wird in Umspannwerk eingebaut.
Ursache des Stromausfalls weiter unklar
Die genaue Ursache für den Stromausfall ist noch nicht klar. Fix ist, dass ein technischer Defekt im Umspannwerk Hessenberg in St. Peter-Freienstein das Blackout ausgelöst hat. Hier wird gerade der alte Trafo, durch einen neuen, deutlich leistungsstärkeren Trafo ersetzt. Bei den Vorarbeiten für den Umbau kam es zu dem verhängnisvollen Defekt.
380-kV-Leitung hätte Ausfall nicht verhindert
Nach Angaben der Verbund-Austrian Power Grid, die das Umspannwerk betreibt, hätte auch die 380-kV-Leitung, die derzeit gebaut wird, diesen Stromausfall nicht verhindern können.
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