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MI | 11.04.2012
Cobra (Bild: APA)
Jubiläum
30 Jahre Cobra
Sie sind Anti-Terror-Spezialisten von Weltruf, ihre Einsätze absolvieren sie vermummt, mit Helm und schusssicherer Weste geschützt und immer unter Lebensgefahr: Die Spezialeinheit Cobra feierte am Mittwoch ihr 30-jähriges Bestehen.
Zwei der wohl spektakulärsten Einsätze der vergangenen 30 Jahre spielten sich in der Steiermark ab.
In der Steiermark umfasst die Elitetruppe derzeit 50 Mann - und zwei der wohl spektakulärsten Einsätze der vergangenen 30 Jahre spielten sich in der Steiermark ab.

1980: Sturm einer Arztpraxis
1980 steckte das Einsatzkommando noch in seinen Kinderschuhen, als die Spezialeinheit in Graz zu einem höchst gefährlichen Einsatz gerufen wurde, schildert Cobra-Kommandant Manfred Komericky: "1980 in der Annenstraße, als ein Geiselnehmer in einer Arztpraxis Patienten festhielt. Ich glaube, es waren damals zwölf Personen, wenn ich mich richtig erinnere. Es war damals leider notwendig, den Geiselnehmer zu erschießen, weil er selbst bewaffnet und gefährlich war, sonst wären Kollegen und Geiseln gefährdet gewesen. Das war auch unser erster großer Einsatz".

1996: Geiselnahme in der Karlau
16 Jahre später - im November 1996 - führten die steirischen Cobra-Beamten die wohl spektakulärste Aktion der 30-jährigen Geschichte durch: Sie wurden zu einer Geiselnahme in die Strafanstalt Graz-Karlau gerufen - drei Häftlinge hatten drei Frauen in ihrer Gewalt. Den Cobra-Männern gelang es, die Geiselnehmer zu überrumpeln und die Opfer zu befreien.
Universell einsetzbar
Mittlerweile zählt die Cobra zu den weltbesten Anti-Terror-Einheiten. Die Ausbildung ist hart, Cobra-Beamte sind universell einsetzbar, so Komericky: "In anderen Ländern gibt es eigene Personenschutzgruppen, eigene Anti-Terroreinheiten, Zugriffsgruppen. Bei uns muss jeder Beamte alles machen, weshalb er auch die entsprechenden Ausbildungen machen muss: vom Scharfschützen über Tauchen, Alpin, Nahkampf bis hin zur Seiltechnik".
Dutzende Flüge werden von steirischen Air Marshalls begleitet.
Von Personenschutz bis zur Flugsicherung
Zu den Aufgabengebieten zählen neben der Anti-Terrorbekämpfung auch der Personenschutz und - vor allem seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 - die Sicherung von Flugzeugen. Dutzende Flüge werden seither jede Woche von steirischen Beamten – so genannten Air Marshalls - begleitet, um im Ernstfall Entführungen und Terroranschläge zu verhindern.
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