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MI | 11.04.2012
Zugunfall in der Oststeiermark (Bild: APA/Markus Leodolter)
Oststeiermark
Nach Unfall: Beide Kinder gestorben
Die beiden Kinder, die am Donnerstag bei einem Unfall auf einem Bahnübergang in der Oststeiermark schwer verletzt wurden, sind am Wochenende im Krankenhaus gestorben. Ihr Vater war auf der Stelle tot.
Die beiden Kinder wurden aus dem Pkw geschleudert.
Mehrfache massive Verletzungen
Die Kinderchirurgie des LKH Graz bestätigte am Dienstag, dass das knapp zweijährige Mädchen bereits am Sonntag nach einer Notoperation starb. Das Mädchen war - ebenso wie ihr Bruder - bei dem Zugunfall aus dem Pkw geschleudert worden und hatte dabei mehrfache massive Verletzungen erlitten, unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma.
Herzstillstand bei Notoperation
Obwohl die Ärzte ihren Zustand als stabiler eingeschätzt hatten, spitzte sich die Situation am Sonntag dramatisch zu, erzählt Michael Höllwarth, Vorstand der Grazer Kinderchirurgie: "Beim Mädchen wurde am Sonntag noch von den Neurochirurgen eine Notoperation durchgeführt, die notwendig war, weil der Druck im Gehirn massiv gestiegen ist. Im Verlauf der Operation ist es dann allerdings auch noch zu einem Herzstillstand gekommen."
Die Ärzte hatten dem Buben von Anfang an keine großen Chancen gegeben.
Keine Gehirnfunktion mehr beim Buben
Ihrem sechsjährigen Bruder hatten die Ärzte von Anfang an keine großen Chancen gegeben - sein Zustand war besonders kritisch. "Beim Buben war von Anfang an der Verdacht, dass seine Gehirnfunktion bereits nicht mehr existiert", so Höllwarth.
Dieser Verdacht wurde am Montag durch eine letzte Untersuchung bestätigt. Am frühen Nachmittag wurden mit dem Einverständnis der Mutter die Maschinen abgeschaltet, die den Buben am Leben erhalten hatten.
Auf unbeschranktem Bahnübergang erfasst
Der Unfall hatte sich am Donnerstag gegen 9.55 Uhr auf einem unbeschrankten, mit Lichtanlage geregelten Bahnübergang in der Nähe von St. Margarethen/Raab im Bezirk Weiz ereignet: Ein Zug erfasste den Kleintransporter des 38-jährigen Familienvaters aus St. Marein bei Graz samt seinen beiden mitfahrenden Kindern.
Vater war sofort tot
Alle Insassen wurden durch die Wucht des Aufpralls mit rund 100 km/h aus dem Auto geschleudert. Der Vater war auf der Stelle tot.
Mutter wird psychologisch betreut
Die 34-jährige Mutter verlor mit einem Schlag ihre gesamte Familie. Sie steht unter schwerem Schock und wird psychologisch betreut.
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