Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Energieversorgung (Bild: APA)
Sturm "Paula"
Immer noch 1.200 Haushalte ohne Strom
Die Aufräum- und Reparaturarbeiten nach Sturm "Paula" sind auch am Mittwoch auf Hochtouren gelaufen; das Bundesheer verdoppelt nun seine Einsatzkräfte. Noch immer haben 1.200 steirische Haushalte keinen Strom.
Notstromaggregate für "Extremfälle".
Stromausfälle in Ost- und Weststeiermark
Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark, erklärte, dass noch rund 1.200 Haushalte in der Steiermark ohne Strom seien. In der Obersteiermark konnten die Schäden großteils behoben werden, weshalb sich die Arbeitskräfte nun verstärkt um die Bezirke Weiz und Voitsberg kümmern könnten - dort sollen weitere Notstromaggregate an "Extremfälle" ausgegeben werden. Dazu stehe man mit allen Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden in Kontakt.
Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr
Die steirischen Straßen konnten indessen weitgehend von umgestürzten Bäumen befreit werden. In der Oststeiermark sind noch die B64 zwischen Weiz und Passail, die L407 im Bereich Feistritztalsattel und zum Teil auch die Vorauerstraße (L405) gesperrt.

Auf den Verbindungen der ÖBB ist nach wie vor die Südbahn zwischen Frohnleiten und Bruck an der Mur wegen der Schäden an den Fahrleitungen bis Donnerstag nur mit Behinderungen passierbar. Der Nahverkehr wird mittels Bussen abgewickelt, der Fernverkehr mit Hilfe von vorgespannten Dieselloks aufrechterhalten, wobei Verspätungen einzuplanen sind.
Schutzfunktion des Waldes erst in zehn Jahren.
Aufräumarbeiten bis Jahresende
Laut Josef Kahls, Landesforstdirektor in der Steiermark, werde man wahrscheinlich noch das gesamte Jahr über mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein, zwei bis drei Jahre würde dann die Aufforstung dauern. Bis sich der Wald soweit regeneriert hat, dass er wieder Schutzfunktionen - wie etwa vor Abschwemmung - übernehmen könne, würde es etwa zehn Jahre dauern, erklärte er Experte.
Preisverfall müsse nicht unbedingt eintreten
Ein Preisverfall beim Holz - wie etwa im Vorjahr nach dem Orkan "Kyrill" - müsse nicht unbedingt eintreten, da "Paula" hauptsächlich in Österreich gewütet habe und Holzpreise vom internationalen Markt geprägt seien.
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