Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Kaputter Hühnerstall (Bild: ORF)
Erste Bilanz
Sturm "Paula" verursachte Millionenschäden
Nach Sturm "Paula" sind die Aufräumungsarbeiten in vollem Gang. Bei einem Krisengipfel am Montag zogen die Spitzen der Einsatzkräfte und Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) eine erste Bilanz und koordinierten das weitere Vorgehen.
Geld aus dem Katastrophenschutzfonds.
Schäden werden begutachtet
Mit Hubschraubern des Innenministeriums und des Bundesheeres begutachten seit Montagvormittag Sachverständige aus der Luft das Ausmaß der Schäden in den Wäldern und an den Stromleitungen, sagt Voves: "Auf der anderen Seite werden natürlich die Einzelschäden von den Sachverständigen begutachtet, und dann wird sich die Landesregierung mit diesem Problem auseinandersetzen".

Um zumindest einen Teil der Privatschäden zu beheben, die nicht von den Versicherungen abgedeckt werden, wird Geld aus dem Katastrophenschutzfonds zur Verfügung gestellt, sagt Voves.
Tausende Haushlte ohne Strom
Hunderte Häuser haben seit Sonntag kein solides Dach mehr oder wurden von umfallenden Bäumen schwer beschädigt. Immer noch sind Tausende Haushalte steiermarkweit ohne Strom:
"Hier auch der Appell an diese: Bitte richten sie sich an die Bürgermeister, diese sind aufgefordert, ihr individuelles Problem weiterzuleiten, damit wir beispielsweise mit Notstromaggregaten helfen können", so Voves.
Assistenzleistungen des Bundesheeres
Insgesamt waren am Sonntag über 5.000 Feuerwehrleute, 400 Rot-Kreuz-Helfer und über 200 Bedienstete der Stromversorger im Einsatz, sagt Kurt Kalcher, Chef der Katastrophenschutzabteilung. Für den Montag wurde Verstärkung angefordert: "Am Tag danach geht's vor allem darum, zusätzlich Kräfte des Bundesheeres in Form von Assistenzleistungen sicherzustellen".

St. Radegund besonders betroffen
Am schlimmsten betroffen sind laut Kalcher die Gebiete Voitsberg, Weiz, Bruck und Graz-Umgebung: "Graz-Umgebung hat einen bestimmten Schwerpunkt rund um St. Radegund, und da haben wir natürlich auch von den Prioritäten her gesehen die entsprechenden Maßnahmen zu setzen".
Rund 700.000 Festmeter Holz beschädigt
Erste Daten gab es seitens der Forstwirtschaft: Man rechne mit Schäden in der Größenordnung von 700.000 Festmetern, was in etwa dem Ausmaß des durch den Orkan Kyrill 2007 angerichteten Schäden entsprechen würde. Damals wurde der finanzielle Schaden durch Holzentwertung, Nutzung von nicht erntereifem Holz und erschwerte Aufarbeitung mit insgesamt rund 22 Mio. Euro beziffert.
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