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MI | 11.04.2012
Harald Fischl (Bild: GAK)
Zur Rettung der Akademie
GAK-Schließung vorerst ausgesetzt
Die angekündigte Einstellung des Spielbetriebs beim GAK ist noch nicht realisiert worden. Laut GAK-Boss Harald Fischl "prüft man in den nächsten Tagen behutsam Rettungsszenarien für die Akademie". Ein neu gegründeter Verein will die Akademie retten.
Drei Millionen Euro für Zwangsausgleich
Fischls Strategie war bzw. ist es, den Druck auf die Altfunktionäre - insbesondere Rudi Roth ("Er hätte die größte Verantwortung", so Fischl) - so zu erhöhen, dass es doch noch zu einer Auffanglösung kommt. Allerdings sind es schon drei Millionen Euro, die nach seiner Schätzung notwendig wären, um den Zwangsausgleich durchzubringen und den Spielbetrieb bis Sommer 2008 zu sichern.
"Die Kollekte eröffnen"
Gleichzeitig hoffe er mit der Ankündigung der Einstellung auf "Ernüchterung" bei den Altfunktionären: "Die Mitgliederversammlung war als letzter Appell gedacht, in einer Sonderrunde die Kollekte zu eröffnen".
Dass Fischl seine Kaution noch nicht - wie angekündigt - zurückgezogen hat, habe einen Grund: "Wenn wir schließen, werden 300 Kinder und Jugendliche aus den Bewerben gezogen und stehen auf der Straße" - das müsse verhindert werden. Als Träger würde zwar der Landesfußballverband die Akademie übernehmen, die Finanzierung müsse aber gesichert werden.
"GAK neu" als Rückversicherung
Den "GAK neu", den Fischl mit seinem aktiven Werben um die Mitglieder des "GAK alt" parallel aufzubauen versucht, sieht er als Versicherung, wenn alle Stricke reißen - um beispielsweise das Trainingszentrum weiterbetreiben zu können, brauche man einen Rechtsträger; würde der GAK überleben, könnte man ja wieder fusionieren, so Fischl.
Mindestens 100.000 für Akademie notwendig
Derzeit ist man bemüht wenigstens die Fußballer der GAK-Akademie zu retten. Für die sofortige Weiterführung der Akademie sind selbst bei größter Sparsamkeit geschätzte 100.000 Euro notwendig.
Verein soll Akademie retten
Mittlerweile wurde ein entsprechender Verein von Eltern, Freunden und Geldgebern gegründet, um den Spielbetrieb für die rund 90 Nachwuchsfußballer zu erhalten.
Federführend in diesem Verein ist Heimo Kump, der auch der sportliche Leiter der Akademie ist: "Es geht darum, dass wir in Zusammenarbeit mit den Elternvertretern einen Verein zur Förderung und Finanzierung der Akademie in der HIB Liebenau gegründet haben, mit dem Ziel, das was hier läuft fortzuführen. Also getrennt vom Verein GAK damit hier auch keine Vermischung entstehen kann."
Zusammenlegung mit Sturm-Akademie?
Mittelfristig wäre eine Zusammenlegung der Akademien von Sturm und GAK durchaus denkbar, betonte Sturm-Präsident Hans Rinner am Mittwoch. Rinner kann sich auch vorstellen, mit seinem Klub in das künftig vielleicht bald leerstehende GAK-Trainingszentrum in Graz-Weinzödl zu übersiedeln.
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