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MI | 11.04.2012
Grazer "Rondo" (Bild: APA)
Graz
Künstler beziehen Ateliers im "Rondo"
Das Grazer Neubauprojekt "Rondo" mit zwölf Wohn- und Arbeitsateliers ist am Mittwoch präsentiert worden. Internationale Künstler werden ihre Räume für ein Jahr beziehen. Das Land stellt die Einheiten mietfrei zur Verfügung.
"Kunst im öffentlichen Raum"
Besonderes Augenmerk bei der Errichtung des "Rondos" nahe dem Hauptbahnhof legte man auf den Platz vor dem architektonisch sehenswerten Gebäude. Mit der "Kunst im öffentlichen Raum" wurde das Schweizer Künstlerpaar Petruschka und Hannes Vogel betraut, die bei der Gestaltung sowohl historische Elemente als auch die städtische Umgebung einfließen ließen.

Für den Ort relevante Jahreszahlen sind in den Boden eingelassen, eine Art "Teppich" aus festem Material wird über den Marienplatz in Richtung Eingangshalle gelegt.
Kurvenform mit halbdurchsichtiger Membran
Das "Rondo" wurde von Architekt Markus Pernthaler in einer Kurvenform mit einer vorgespannten halbdurchsichtigen Membran aus Polycarbonat-Stegplatten angelegt.
Geld von Land und Stadt Graz
Kulturlandesrat Kurt Flecker (SPÖ) bezeichnete den Bau als einen "Ort, der Kunst ausstrahlt und lebt". Das Land Steiermark habe in die Realisierung des Vorplatzes rund 80.000 Euro investiert. Die Stadt Graz habe weitere 150.000 Euro für die Gestaltung in die Hand genommen.
Ateliers werden vom Land finanziert
Die einzelnen Ateliers, vier Wohn- und acht Arbeitsateliers mit 50 bis 60 bzw. 34 bis 52 Quadratmeter Größe, werden ebenfalls vom Land Steiermark finanziert - rund 100.000 Euro sollen es pro Jahr sein. Die Künstler in den Ateliers müssen lediglich die Betriebskosten tragen, so Flecker. Für die kommenden fünf Jahre seien die Gelder gesichert.
Jury wählt Künstler aus
Interessierte Künstler aus dem In- und Ausland können sich für die Wohnungen und Ateliers bewerben. Eine Jury wählt anschließend aus. Jedes Jahr werden die Räumlichkeiten neu vergeben. Im Jänner startet die Ausschreibung für die kommende Künstlergeneration im "Rondo".
"Begegnung zw. Künstlern und Bevölkerung"
Ziel sei es, einen "Ort der Begegnung für Künstler untereinander, aber auch für die Einbindung der Bevölkerung" zu schaffen, erklärte der Kulturlandesrat. Deshalb müssen die "Bewohner" ihre Ateliers zumindest zwei Mal für die Öffentlichkeit mit Ausstellungen und Lesungen öffnen.
Erste Künstler beziehen Ateliers
Unter den ersten Künstlern, die derzeit ihre Einheiten beziehen, befinden sich Kommunikationsdesigner Andrew Boot (Sydney/AUS), Medienkünstler Florian Grond (Karlsruhe/D), Bildhauerin Micaela de Vivero (Ecuador) und Dichterin Maria Amanda Rivas (Nicaragua).
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