Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Heinz-Christian Strache (Bild: APA)
Strache-Fotos
Steirische Kritik an mildem Gusenbauer-Kurs
Nach der milden Reaktion von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) auf die Bilder-Affäre rund um FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache mehren sich auch in der steirischen SPÖ die kritischen Stimmen gegen den Bundeskanzler.
Flecker: "Keine Jugendtorheit"
Landeshauptmann-Stellvertreter Kurt Flecker widerspricht dem Bundeskanzler: Bei der Bilder-Affäre rund um Heinz-Christian Strache werde nicht eine "Jugendtorheit" des FPÖ-Chefs dokumentiert. Er, Flecker, habe zwar Verständnis für taktische Verharmlosung, diese habe ihre Grenzen aber bei der Selbstachtung:
"Ich meine, dass das zu harmlos war. Ich bin der Meinung, dass man solche Umtriebe deutlich benennen muss."
Riedler: Erklärungen "nicht befriedigend"
Der Kritik Fleckers schließt sich der Grazer Stadtrat Wolfgang Riedler an: Gerade in Österreich sei ein harmloser Umgang mit solchen Fragen nicht angebracht; die Erklärungen Straches seien für ihn - im Gegensatz zur SPÖ-Bundes-Parteispitze - nicht befriedigend.
Schwarz: "Erwarte klare Worte"
Ähnlich auch die Kritik vieler junger Funktionäre - so sagt etwa der SPÖ-Landtagsabgeordnete Hannes Schwarz: "Hier erwarte ich mir gerade von einem sozialdemokratischen Bundeskanzler klare Worte der Abgrenzung gegenüber Strache und der FPÖ".
"Entsetzt, empört, verärgert"
Besonders groß ist die Enttäuschung beim Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer, sagt dessen Vorsitzender Albert Kaufmann: "Wir sind entsetzt, empört, verärgert und - ehrlich gesagt - fuchsteufelswild. Ich verstehe diese Politstrategie nicht, die ist ja selbstbeschädigend, zuerst alle Studenten zu verärgern und jetzt mehrere Generationen von Antifaschisten zu verärgern, mit solchen Aussagen".
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