Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Marienlift (bild: ORF)
Künstler R. Kriesche
"Marienlift-Verkauf zeigt Geringschätzung"
Der Grazer Medienkünstler Richard Kriesche hat sich zum Verkauf des Marienlifts zu Wort gemeldet: Kein einziges Mitglied des Stadt- bzw. Gemeinderates hätte es für Wert befunden, angesichts des Verkaufs mit ihm zu reden.
Der Marienlift war Kriesches künstlerischer Beitrag zum Grazer Kulturhauptstadtjahr 2003. Der Grazer Gemeinderat hatte am Donnerstag den Verkauf des Objekts an die Stadtwerke Hartberg beschlossen.
"Geringschätzung der Bürger selbst"
"Es offenbart eine geistige Grundhaltung der grundsätzlichen Geringschätzung von geistigem Eigentum, von Kunst- und Kulturgütern, letztlich von Kunst- und Kulturschaffenden, schlimmer noch, der Bürger und Bürgerinnen selbst", erklärte Kriesche in einer Aussendung.

"In Augenhöhe mit Maria erfahren Bürger, was seinerzeit Menschen nur dem Außergewöhnlichen zugestanden haben, den Ruf zur Entfaltung ihrer selbst" sei an der Stirnseite des Marienlifts in Stahl geätzt.
"Gegen Entfaltung kreativen Potenzials"
Der Entscheid "ihres" Gemeinderats richte sich gegen die Entfaltung und das "viel zitierte 'kreative Potenzial' in jedem von ihnen", so der Medienkünstler.
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