Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Soldat (Bild: APA)
Steirer im Libonon vermisst
Große Betroffenheit unter Kollegen
Beim Luftangriff der israelischen Armee auf einen UNO-Stützpunkt im Südlibanon dürfte auch ein österreichischer Soldat unter den Opfern sein. Große Betroffenheit herrscht im Kommando für Internationale Einsätze in Graz.
44-jähriger Steirer gilt als vermisst
Der 44 Jahre alte Steirer gilt offiziell noch als vermisst. Er war seit knapp einem Jahr als Milizoffizier im Libanon stationiert. Das Kommando für Internationale Einsätze in Graz ist die Drehscheibe für Friedenseinsätze in aller Welt.
Die Betroffenheit im Kommando für Internationale Einsätze in Graz ist groß. Vizeleutnant Othmar Wohlkönig schildert den 44 Jahre alten Milizoffizier als sehr ruhigen, besonnenen Typ mit sehr viel Einsatzerfahrung. Die beiden haben sich bei einer Vorbereitung für einen Auslandseinsatz kennengelernt.
"Er hat mich auf Auslandseinsatz vorbereitet"
"Was für mich wesentlich war ist, dass der vermisste Offizier mich persönlich vorbereitet hat für meinen Auslandseinsatz in Bosnien", so Wohlkönig. "Wenn man den Betroffenen persönlich kennt, ist die Betroffenheit sehr groß."
Othmar Wohlkönig hat sechs Auslandseinsätze hinter sich, unter anderem war er auf Zypern, in Bosnien und in Syrien.

Anders Generalmajor Günter Höfler, er leitet das Kommando für Internationale Einsätze und hat zahlreiche Monate im Ausland hinter sich, unter anderem war er am Golan:
"Jede Ausfahrt bringt ein Risiko mit sich"
"Ich war selbst einige Male auf Dienstaufsicht in Afghanistan und ich muss sagen, dass jede Ausfahrt doch ein gewisses Risiko mit sich gebracht hat. Aber das weiß man, wenn man in diese Einsatzräume geht."
"Wir fühlen sehr mit den Angehörigen"
Das Mitgefühl der Österreicher gilt der Familie ihres Kollegen:
"Die Familie ist natürlich sehr betroffen. Wir sind in Verbindung mit den Familienangehörigen des vermissten Soldaten, hier ist es natürlich immer, wenn ein Soldat nicht zurückkommt, schon immer etwas sehr, sehr Tragisches. Wir fühlen hier schon sehr mit den Angehörigen."
60.000 österreichische Soldaten im Einsatz
Seit 1960 sind 47 Soldaten bei Einsätzen im Ausland gestorben. Insgesamt waren seitdem 60.000 österreichische Soldaten im Einsatz.
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