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MI | 21.03 | 17:26
Rudolf Maister (Bild: Pavelhaus)
Rudolf Maister im Pavelhaus
Im Pavelhaus bei Bad Radkersburg ist derzeit die Ausstellung "General Rudolf Maister" zu sehen. Sie zeigt die Entwicklung einer Persönlichkeit vom k.u.k. Offizier zum Vorkämpfer für die slowenische Selbstständigkeit.
Befehlsgewalt in der Untersteiermark
Rudolf Maister, geboren 1874 in Kamnik, absoliverte nach der Grundschule und dem Gymnasium die Kadettenschule in Wien und war als Offizier in verschiedenen Garnisonen stationiert.

Nach einer Lungenerkrankung war er im Innendienst tätig und während des ersten Weltkriegs Kommandant des Landsturmregiments in Marburg/Maribor. 1918 übernahm er die militärische Befehlsgewalt für die gesamte Untersteiermark.
Bis 1920 in Kärnten
An Hand zahlreicher Fototafeln schildert die Ausstellung den Werdegang Maisters und die wechselvolle Geschichte der Auseinandersetzungen um die Grenzgebiete zwischen Slowenen und Österreichern nach dem Ersten Weltkrieg, vor allem in Kärnten, wo Maister ebenfalls eingesetzt war, bis hin zur Volksabstimmung von 1920.
Slowenische Sicht
Man muss sich bewusst sein, dass die Schau die slowenische Sicht der Geschichte transportiert, was etwa deutlich wird, wenn es heißt, dass sich Maisters erzwungener Abgang aus Kärnten negativ auf die Volksabstimmung auswirkte.
Trotzdem sollte die Schau zu einer Auseinandersetzung mit einem kaum behandelten Teil der jüngeren Geschichte anregen. Nur am Rande gestreift wird Rudolf Maisters literarische Tätigkeit, im Vordergrund stehen sein militärischer und politischer Einsatz und die slowenische Nationalgesinnung von Rudolf Maister.