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MI | 21.03 | 17:24
Werk Franz Roglers (Bild: www.sezession.muh.at)
Würdigung eines Vergessenen
Der Grazer Surrealist Franz Rogler war Zeit seines Lebens ein Fixbestandteil der Grazer Kunstszene. Wenig rezipiert und heute etwas in Vergessenheit geraten, widmet ihm die Neue Galerie Graz nun eine Ausstellung.
Wegbegleiter des Surrealismus
Nach seiner Ausbildung an der Grazer Kunstgewerbeschule gelang dem Grazer Franz Rogler 1945 die Flucht vor dem Nationalsozialismus in die Schweiz, wo er Künstler wie Jean Arp, Max Ernst und Meret Oppenheim kennenlernte.

Ab diesem Zeitpunkt waren Surrealismus und geometrische Abstraktion seine ständigen Wegbegleiter. Nach seiner Rückkehr nach Österreich und dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien begann Rogler seine rege Ausstellungstätigkeit.
Werk Franz Roglers (Bild: www.neuegalerie.at)
"Surrealistische Publikationen"
1953 erschien das von Edgar Jene und Paul Celan herausgegebene Heft der "Surrealistischen Publikationen", in dem Rogler gemeinsam mit anderen Künstlern vertreten war.
Umfangreiche Ausstellung
Die Werke Roglers zeigt nun die Neue Galerie Graz, die Werke des Künstlers besitzt, ergänzt mit Exponaten aus Privatsammlungen. Damit soll dem 1994 verstorbenen und in Vergessenheit geratenen Rogler eine späte Würdigung seiner Arbeit zuteilwerden.

Denn der Erfolg des Grazers in Österreich war beschränkt, wie der Kurator der Ausstellung, Günther Holler-Schuster, weiß: "Den klassischen französischen Surrealismus hat Rogler als Einziger in Österreich aufgenommen, dadurch hatte er auch relativ wenig Erfolg."