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MI | 21.03 | 17:25
Schreiben (Bild: steiermark.ORF.at)
Neuer Stadtschreiber in Graz
In Graz residiert seit 1. September ein neuer Stadtschreiber. Mit dem Ukrainer Nazár Hontschar zieht ein Grenzgänger zwischen Literatur, bildender Kunst und Performance ins Cerrini-Schlössl ein.
Geschichte des Stadtschreibers
Schon im Mittelalter gab es Stadtschreiber, die Protokolle zu führen hatten. Seit 1988 gibt es in Graz wieder einen Stadtschreiber, der von der Stadt Graz gefördert wird, um in Graz zu arbeiten und mit der Grazer Kulturszene in Kontakt zu treten. Eine Jury kürt jährlich einen Literaten aus dem europäischen Raum zum Stadtschreiber von Graz.
Hontschars Weg nach Graz
Dass dieses Jahr die Jury-Entscheidung auf Nazár Hontschar fiel, ist damit begründet, dass der Ukrainer mit seiner Vielseitigkeit sehr fruchtbare Ansätze für die Grazer Literaturszene liefern könne. Auch seine internationalen Kontakte könnten Grazer Literaten noch dienlich sein.

Mit der Literaturszene von Graz verbindet den Ukrainer ein historischer Bezug zu Leopold von Sacher Masoch und dem Werk von Helmut Eisendle, und der Droschl-Literaturverlag.
Öffentliche Vorstellung im Literaturhaus
Der Öffentlichkeit präsentiert sich der neue Stadtschreiber Nazár Hontschar bei einer gemeinsamen Lesung mit seinem Vorgänger Sasa Stanisic im Literaturhaus Graz.
Am 12. September war indes Marusa Krese, vor zwei Jahren Stadtschreiberin von Graz, im Literaturhaus zu sehen und zu hören: bei der Präsentation ihres neuen Buches "Ich. Stadtschreiberin. Schlossbergflash." - eine Sammlung von Arbeiten von Autoren, die sie in Graz kennengelernt hat.