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MI | 21.03 | 17:25
Standbild aus 007-Film (Bild: pfingstvision.at)
Wie, wo und wann tötete James Bond
Seit fast 20 Jahren ist die Weizer Pfingstvision ein Signal der Erneuerung in der Kirche an der Basis. Es geht aber nicht nur um religiöse Aspekte, sondern um künstlerische Akzente - heuer wird die Gewalt im Film thematisiert.
Wie oft hatte er die Lizenz zum Töten
James Bond und die Wallfahrtskirche Weizberg - ein Kontrastprogramm, das aber Sinn macht. Die in Linz lebende Medienkünstlerin Pia Schauenburg hat alle 007-Filme analysiert und festgehalten wo, wann, wie und wie oft James Bond im Dienste ihrer Majestät von der Lizenz zum Töten Gebrauch macht.
Standbild aus 007-Film (Bild: pfingstvision.at)
Das Feindbild im Wandel der Zeit
Alle seine Opfer sind als Standbild dokumentiert, mit Ursache und Zeitpunkt des Todes im Film. Ergebnis: Das Feindbild in den Filmen entspricht der Zeitgeschichte: Am Anfang war die Sowjetunion Feind Nummer eins.

Pia Schauenburg: "Alles was mit dem Kalten Krieg zu tun hat; in den jüngeren Filmen sind dann eher der unangreifbare Terrorist, terroristische Untergrundorganisationen, die nicht mehr einer Nationalität oder einem Staat zusammenhängen", so die Künstlerin.
Was wird mir hier vorgesetzt?
Die Geschichte des staatlich lizenzierten Tötens ist in 21 Karteikasten penibel aufgelistet - provokante Aufforderung, sich mit dem Thema Gewalt auseinander zu setzen und mit den Methoden der Unterhaltungsindustrie. Schauenburg: "Die Filme nicht einfach nur gedankenlos zu konsumieren und sich berieseln zu lassen, sondern zu hinterfragen: was wird mir hier vorgesetzt".