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MI | 21.03 | 17:17
Sunny Bag (Bild. ORF)
Ein Kraftwerk in der Tasche
Der Akku des Handys piepst, der Strom des iPod neigt sich dem Ende zu und keine Steckdose in Reichweite? Mit Hilfe des steirischen SunnyBags gibt es wieder Strom - vorausgesetzt, die Sonne scheint.
Die Funktionsweise der Tasche
An der Außenseite der Umhängetasche sind flexible Solarpanele befestigt - strahlender Sonnenschein muss aber nicht sein, denn die Tasche ladet auch bei Schlechtwetter den integrierten Hochleistungsakku auf, und durch einen USB-Ausgang kann der Strom jederzeit für Elektrogeräte abgerufen werden.
Sunny Bags (Bild: ORF)
Richtwert: Zwei Stunden Sonne ist ein voller Handyakku. Zwei Stunden Sonne ist ein voller Handyakku
Die Handhabung ist ganz einfach: In der Früh legt man die SunnyBag ans Fenster, und abends hat man dann genug Energie gespeichert, die man ans Handy abgeben kann, erklärt der Erfinder Stefan Ponsold. Ein Richtwert: Mit zwei Stunden Sonnenenergie kann man ein gutes Smartphone komplett aufladen.
Die Tasche ist rund 800 Gramm schwer, der Akku selbst hat knapp 80 Gramm. Die Akkus halten zwei Jahre lang
Ponsold will den höchsten Stand der Technik, kombiniert mit anspruchsvollem Design, umweltfreundlich einsetzen, und so halten auch die eingebauten Akkus sehr lange - so sind seit vier Jahren Prototypen der SunnyBags im Umlauf, die noch immer funktionieren.

Generell sollte der Akku aber alle zwei Jahre ausgewechselt werden, weil er nach dieser Zeit einfach an Wirkungsgrad verliert, so Ponsold.
Sunny Bag (Bild: ORF)
Ideal für Extremsituationen
Stromversorgung in Krisengebieten zu schaffen war die Grundidee, die Ponsold im Zuge eines Studienprojekts kam. Die Tasche ist wasserabweisend, hitzebeständig und rund um die Uhr einsetzbar - wichtige Kriterien für Extremsituationen. Nach Tests im Sudan und in Haiti nutzt die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" derzeit in Afrika diese Solartasche.

Über 300 Taschen wurden bis jetzt verkauft; sogar aus Dubai und New York gibt es bereits erste Bestellungen.

In "Guten Morgen, Steiermark"
auf Radio Steiermark
am 15. September