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MI | 21.03 | 17:17
Feistritztalbahn (Bild: Betriebsgesellschaft Feistritztalbahn)
100 Jahre Feistritztalbahn
Dampfen und schnaufen hört man eine Lok heutzutage selten. Bei der Feistritztalbahn gibt es dazu aber noch die Möglichkeit - und das seit 100 Jahren, denn der Zug von Weiz nach Birkfeld fuhr 1911 zum ersten Mal.
Von Weiz nach Birkfeld
Die Strecke der Feistritztalbahn ist 42 Kilometer lang und erstreckt sich von Weiz über Anger bis Birkfeld. Drei Mal die Woche erwartet die Passagiere ein besonderes landschaftliches Erlebnis, denn sie fahren mit Volldampf durch das oststeirische Apfelland.
Feistritztalbahn (Bild: www.feistritztalbahn.at)
Schon um 5.00 Uhr früh beginnt man mit dem Vorheizen der Lok. Volle Kraft voraus
Stolze 25 Kilometer legt die Feistritztalbahn pro Stunde zurück. Für den Volldampf sorgen drei Heizer - einer von ihnen ist Karl Jakobitsch, und er erzählt, dass er schon um 5.00 Uhr früh beginnt, die Lok vorzuheizen, damit genug Druck vorhanden ist, um rechtzeitig loszufahren.

Geheizt wird mit Holz, und das Wasser im Kessel der Dampflok wird bis zu 180 Grad heiß. Im Führerraum kommt Jakobitsch da schon ordentlich ins Schwitzen: "Wenn es schön warm ist, hat es etwa 60 bis 70 Grad, aber man gewöhnt sich daran. Man verlangt schon direkt danach mit der Zeit" sagt er schmunzelt.
Läuft die Lok erst mal auf Hochtouren, kann die Fahrt beginnen. Eine Lok mit Seele
Neben den Heizern muss es natürlich auch einen Lokführer geben - diese Arbeit erledigt seit zwölf Jahren Helmut Poglitsch. " Es entwickelt sich so ein Gefühl zur Lokomotive, als ob sie eine Seele hat. Und wenn man am Abend zurückkommt, dann geht man eigentlich mit einem ganz angenehmen Gefühl nach Hause."

In "Guten Morgen, Steiermark"
auf Radio Steiermark
am 26. August