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MI | 21.03 | 17:36
Joachim Standfest (Bild: APA/Robert Jäger)
Portrait Joachim Standfest
Österreichischer Meister mit dem GAK, dreimaliger ÖFB-Cupsieger, erfolgreiche Auftritte in der Champions League und Teil des österreichischen Euro-Aufgebots. Das sind die Eckpunkte von Joachim Standfests fußballerischem Lebenslauf.
Zitterbalken
Joachim Standfest wird am 30. Mai 1980 in Leoben geboren. Bevor er erstmals seine Fußballschuhe schnürte, versuchte er sich als Skispringer. Zusammen mit dem nunmehrigen Skisprung-Olympiasieger Wolfgang Loitzl machte er die Schanzentische der Steiermark unsicher.
Der Weg nach Graz
Bald aber wandte er sich dem runden Leder zu. Seine ersten Sporen am grünen Rasen verdiente er sich beim SV Radmer, ehe er über Eisenerz und Rottenmann 1998 beim GAK landete.
Joachim Standfest (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Erfolge
Mit den Grazern feierte der 28-Jährige auch seine bisher größten Erfolge: Ein Meistertitel, drei Cupsiege und der erste Triumph einer österreichischen Mannschaft in England stehen auf der Haben-Seite.
Sieg gegen Liverpool
In der Championsleague-Qualifikation besiegten die "Roten Teufel" den großen FC Liverpool an der Anfield Road mit 1:0. Im Jänner 2007 wechselte der Obersteirer dann zur Wiener Austria, mit der er in der nächsten Saison im UEFA-Cup antreten wird.
Spät berufen
Trotz seiner vielen Erfolge, startete Standfests Teamkarriere relativ spät. Als Österreich den Zuschlag zur Euro 2008 bekommt, war er noch kein Thema für das Nationalteam – Doch: "Im Hinterkopf hat man als Fußballer immer, dass man im Nationalteam dabei sein will. Und jetzt freue ich mich natürlich sehr auf das Euro-Highlight", meint Standfest.
Erste Erinnerungen
Die ersten Erinnerungen an eine Europameisterschaft liegen 20 Jahre zurück – und die waren für Standfest prägend, denn "mit van Basten, Gullit und Rijkaard ist meiner Meinung nach ein neues Fußballzeitalter eingeleitet worden", ist sich der Wahl-Wiener sicher.
Fußstapfen
Dass er jetzt selbst in die Fußstapfen seiner Vorbilder tritt, hat der ehemalige Telematik-Student noch gar nicht richtig wahrgenommen. "Ich glaube, dass wir es bei der EM noch nicht realisieren können – das wird wohl noch einige Jahre dauern", meint der laufstarke Flügelflitzer.
"Hauptaugenmerk liegt auf der Mannschaft"
Während der Euro stellt Standfest seiner persönlichen Interessen hinten an - und doch träumt er manchmal von einem Angebot eines europäischen Spitzenklubs, denn "träumen ist ja nicht verboten. Aber das Hauptaugenmerk liegt jetzt auf der Mannschaft. Wenn wir nicht alle Elf zusammenhalten, dann werden wir kläglich scheitern".
Familie als Rückhalt
Die Familie ist für zweifachen Vater der wichtigste Rückhalt - und die wird wann immer es geht auch im Stadion die Daumen drücken. "Meine Eltern werden beim Spiel dabei sein. Meine Frau mit den zwei Kindern wird sich vielleicht das erste Spiel anschauen, weil das schon um sechs Uhr beginnt. Mehr ist leider mit den beiden Kleinen nicht möglich".