Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Katze (Bild: APA)
Vogelgrippe
H5N1 bei Katzen aus der Arche Noah
Das H5N1-Virus ist in der Steiermark auch bei Katzen nachgewiesen worden. Drei Katzen sind betroffen. Die Tiere stammen aus dem Grazer Tierheim Arche Noah, wo der Federviehbestand Mitte Februar nach einem H5N1-Fall getötet worden war.
Vogelgrippe-Hotline: 0316/ 877-6553
"Wollen Tiere nicht töten"
Wie der steirische Agrarlandesrat Hans Seitinger (ÖVP) am Montagnachmittag in einer Pressekonferenz bestätigte, seien die drei Katzen - davon eine wiederholt - im Labor der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Mödling positiv befundet worden.

Zwei von ihnen hätten die Krankheit bereits überwunden, beim zweiten Test waren sie negativ. Alle drei Tiere sind am Leben. "Wir wollen sie nicht töten die Tiere", betonten die Landesräte Seitinger und Gesundheitslandesrat Helmut Hirt (SPÖ).
Katzen in Quarantäne
Die infizierten Katzen werden nun gemeinsam mit dem gesamten Katzenbestand von rund 170 Tieren noch am Montag ins Burgenland transportiert, wo sie in an der Außenstelle der Veterinärmedizinischen Universität unter besonderen Sicherheitsbedingungen untergebracht und beobachtet werden.

Das Tierheim wurde bis auf weiteres gesperrt. Bei den Tests handelte es sich um Rachentupferproben, die eigentlich eher zufällig gemacht wurden, da die Amtstierärzte festgestellt hatten, dass zwischen den Katzen und dem Federvieh sehr enger räumlicher Kontakt war.
Proben "sicherheitshalber" gemacht
Nach dem Tod eines aus der Mur geborgenen Schwans hatte es im Tierheim am 17. Februar Vogelgrippe-Alarm gegeben: Der gesamte Bestand an Federvieh wurde eingeschläfert. Wie die Untersuchungen zeigen sollten, trugen 14 Tiere - Schwäne, Enten, Hühner und eine Gans - das Virus in sich.
Landesveterinärdirektor Peter Wagner hatte zu diesem Zeitpunkt noch darauf hingewiesen, dass es zu Infektionen von Katzen bisher nur unter Laborbedingungen gekommen sei.
Hunde werden auch getestet
Die Mitarbeiter des Tierheims werden nun nochmals untersucht, das Tierheim desinfiziert. Und nun soll auch überprüft werden, ob auch Hunde angesteckt wurden.
Vorsichtsmaßnahmen
Hauskatzen in den Schutz- und Überwachungszonen sollte man nicht ins Freie lassen.

Streunende Katzen nicht berühren und nicht ins Haus lassen.

Gefundene tote und auffällige Katzen soll man der Exekutive melden.
"Keine Panik"
Wichtig sei es, so Seitinger, keine Panik auszurufen, damit Katzen nicht ausgesetzt werden und er betonte, dass es sich um eine Infektion in einem geschlossenen Heim. Die Situation sei unumstritten sehr heikel und sehr sensibel, man wolle jedes Risiko ausschalten. Die Tiere sollen nicht eingeschläfert werden.

Wer befürchtet, dass die eigene Katze erkrankt sein könnte, kann den Tierarzt aufsuchen. Diese können Probensets von der AGES bestellen und damit mögliche Verdachtsfälle zur Untersuchung einschicken.

Das Land hat die Vogelgrippe-Hotline wieder aktiviert: 0316/ 877-6553
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