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MO | 13.02.2012
Vogelgrippe Untersuchungen (Bild: APA)
Herberstein
Infizierte Ente war in Quarantänestation
Von Seiten des Tierparks Herberstein ist man nach Bekanntwerden des fünften Vogelgrippe-Verdachtsfalles in der Steiermark um Beruhigung bemüht: Das infizierte Tier sei in Quarantäne genommen worden und habe keinen Kontakt mit den Tieren des Parks gehabt.
Das Gesundheitsministerium teilte in der Nacht auf Samstag mit, dass bei einer Moschus-Ente das für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen wurde. Insgesamt sind drei Enten in der Feistritzklamm nahe des Tierpark-Areals verendet.
Zumindest ein positives Ergebnis
Von der Bezirkshauptmannschaft Hartberg waren insgesamt Proben von drei toten Moschus-Enten zur Untersuchung in das AGES-Labor nach Mödling geschickt worden. Bis Freitag kurz vor Mitternacht lag bei einem der drei Tiere ein positives Ergebnis vor; die Untersuchungen der beiden anderen Tiere habe bis zum Abend kein eindeutiges Ergebnis gebracht, ein solches werde für Montag erwartet, heißt es in einer Aussendung von Agrarlandesrat Johann Seitinger (ÖVP).
Schutzzone um Tierpark verordnet
Das Ministerium betonte, dass alle notwendigen Maßnahmen durch die Veterinärbehörde getroffen worden seien. Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat verordnete sofort eine drei Kilometer-Schutzzone rund um das betroffene Areal, die auch den Tierpark miteinschließt.
Herberstein hat längst Stallpflicht
Diesem Schritt wurde von Seiten der Tierpark-Leitung schon vorgegriffen: Im Herberstein-Areal gilt schon seit Tagen eine Stallpflicht, sagt der Leiter Andreas Kaufmann: "Wir haben ja schon bevor das alles war, unser eigenes Geflügel in Stallpflicht genommen, obwohl es noch nicht verordnet war. Jetzt sind die Behörden am Zug, der Tierpark ist ohnehin im Winter gesperrt, es gibt einen Seuchenteppich davor, es kommt auch niemand in den Tierpark hinein."
Infizierte Tiere abgeschottet
Die jetzt positiv auf den H5N1-Erreger getestete Moschus-Ente wurde mit entsprechenden Krankheitsanzeichen in der Feistritzklamm nahe des Parks entdeckt und mit vier anderen Tieren eingefangen. Die Tiere stammen aber nicht aus dem Bestand des Tierparks Herberstein und sind auch nie mit Tieren aus dem Park in Kontakt gekommen, versichert Kaufmann:
"Nie Kontakt zu Herberstein-Tieren"
"Wir haben die fünf Enten eingefangen und sofort in unsere Quarantäne-Station gebracht. Das ist ein Bereich, wo kein Kontakt mit anderen Tieren besteht. Drei dieser fünf Tiere sind verendet, eines davon wurde positiv getestet. Ich erwarte mir jetzt in nächster Zeit keine negativen Auswirkungen, vor allem nicht auf den Tierbestand, weil wie gesagt, diese Enten nie in Kontakt mit den Tieren des Tierparks waren."
Vogelgrippe-Tests auch an lebenden Vögeln
Im Tierpark selbst leben derzeit 19 Enten, Gänse und Schwäne - also Geflügel, das unmittelbar betroffen wäre. Darüberhinaus sind aber weit mehr als 80 Vögel im Tierpark beheimatet, die durch das Virus auch gefährdet wären. Im Tierpark Herberstein werden derzeit auch lebende Tiere auf die Vogelgrippe getestet - bis jetzt alle negativ.
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