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Schwarzenegger-Diskussion |
17.12.2005 |
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Stadion-Umbenennung "greift zu kurz"
Eine Umbenennung des Arnold Schwarzenegger Stadions in Graz würde zu kurz greifen, sagt der Grazer Sozialethiker Leopold Neuhold. Vielmehr müsse konsequent und dauerhaft gegen die Todesstrafe gearbeitet werden.
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Dass der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger den zum Tode verurteilten Tookie Williams nicht begnadigt hat, brachte ihn in seiner Heimat teils massive Kritik ein. In Graz zeichnet sich eine politische Mehrheit ab, die das Arnold Schwarzenegger Stadion in Liebenau umbenennen will.
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"Problem ist Todesstrafe an sich"
Der bekannte Grazer Sozialethiker Leopold Neuhold sagt im Radio-Steiermark-Interview, dem Stadion nur einen anderen Namen zu geben, greife zu kurz. Das Problem sei auch nicht die fehlende Begnadigung, sondern die Todesstrafe an sich.
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"Handlungsspielraum wäre gewesen"
Der Handlungsspielraum, den Verurteilten zu begnadigen, sei sicher vorhanden gewesen, so Neuhold, "die Frage ist aber, ob Schwarzenegger das als politisch opportun findet und hier liegt meines Erachtens ein Problem."
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Rachegedanke spielt auch mit
Als Gründe dafür, dass in Amerika trotz empirischer Studien, die teilweise das Gegenteil behaupten, weiter auf die Todesstrafe gesetzt wird, nennt Neuhold neben der Abschreckung auch Rachegedanken, etwa angesichts von grässlichen Morden.
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Dass Schwarzenegger mit seiner Entscheidung, auf der einen Seite die Erwartungen seiner Wähler erfülle, sieht Neuhold sehr wohl, dennoch sei dies kein Argument, für die Todesstrafe. "Aus politischem Opportunismus kann man so wichtige Fragen, wie die Tötung eines Menschen, nicht entscheiden".
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"Umbenennung kein Zeichen"
Die Überlegungen, das Arnold Schwarzenegger-Stadion umzubenennen, bezeichnet Neuhold als kein adäquates Zeichen.
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"Diese Entrüstung angesichts der Nicht-Begnadigung greift zu kurz, wenn man es nur zu einer Umbenennung kommen lassen würde. Es wäre sehr viel wichtiger, konsequent gegen die Todesstrafe zu arbeiten und dagegen zu argumentieren, und das nicht nur anlässlich des einen Falles, sondern prinzipiell und dauerhaft."
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"Latente Strömungen"
Dass es auch in Europa, in Österreich und der Steiermark latente Strömungen für die Todesstrafe gibt, glaubt der Sozialethiker sehr wohl, "nur sind wir schon weiter und können diese Strömungen wenigstens ein bisschen zurückhalten. Sie kommen aber angesichts großer Kriminalfälle oder brutaler Morde immer wieder zu Tage", so Neuhold.
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steiermark.ORF.at
In der Diskussion um die Umbenennung des Arnold-Schwarzenegger-Stadions gibt es mittlerweile zwei Unterschriftenlisten. Die eine pro, die andere kontra.
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