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MI | 11.04.2012
Polizeischild (Bild: ORF)
CHRONIK
Mordversuch an Schüler in Graz geklärt
Der Mordversuch an einem 17-Jährigen Freitagabend in Graz-Eggenberg ist geklärt: Die Polizei konnte einen Mann ausforschen, der die Tat gestand. Er habe die Freundin des Schülers vor diesem retten wollen, gab er als Motiv an.
17-Jähriger identifizierte mutmaßlichen Täter
Das Opfer hatte bei der Messerattacke einen Stich in die Brust und zwei in den Rücken erlitten, dabei war auch das Herz in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach zwei Operationen ist der Schüler aber mittlerweile außer Lebensgefahr. Sonntagnachmittag konnte er erstmals einvernommen werden. Dabei konnte er auf einem Foto den mutmaßlichen Täter identifizieren.
Die Täterbeschreibung des Opfers passte auf den 25-Jährigen.
25-Jähriger wohnte nahe dem Tatort
Die Beamten hatten bei den Ermittlungen systematisch alle Bewohner der Häuser im Umkreis des Tatortes befragt und waren so auch auf den 25-Jährigen gestoßen. Auf den Mann passte nicht nur die Täterbeschreibung, er verhielt sich auch sonderbar, schildert Erwin Strametz vom Landeskriminalamt: "Er hat davon gesprochen, dass im Dachgeschoss Frauen und Kinder gefangen gehalten würden und diese sofort Hilfe benötigen würden."
Mann wollte Mädchen "befreien"
Nach stundenlangen Einvernahmen gestand der Mann schließlich die Tat. Er gab an, dass er den 17-Jährigen mit seiner Freundin vorbeispazieren gesehen habe, sagt Strametz, "und auch bei diesem Mädchen habe er das Gefühl gehabt, dass es gefangen gehalten würde und somit habe er das Mädchen vom Schüler entfernen wollen."

Er habe das Pärchen deshalb angesprochen. Nachdem die beiden die Straßenseite wechselten, um eine Konfrontation zu vermeiden, sei er ihnen gefolgt, habe sein Klappmesser gezogen und auf den Schüler eingestochen. Als der Schüler blutend am Boden lag, sei er in seine Wohnung geflüchtet, gab der Mann gegenüber der Polizei an.
Keine Reue
Der 25-Jährige gilt als unbescholten und geht einer geregelten Arbeit nach. Er war allerdings schon einmal in der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz in Behandlung. Der Mann zeigte laut Polizei keine Reue. Eine psychiatrische Untersuchung steht noch aus.
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