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MI | 11.04.2012
Sujetbild Gurt (Bild: fotolia.de/M.Rosenwirth)
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Polizei startet Kontrollaktion zu Gurtpflicht
Die Polizei startet am Montag eine Schwerpunktaktion zum Thema "Angurten im Auto". Eine Woche lang wird rund um Schulen und Kindergärten überprüft, ob Pkw-Lenker und Insassen auch wirklich angeschnallt sind.
Wenn man nicht angeschnallt ist, ist die Gefahr, bei einem Unfall getötet zu werden, zehn Mal höher.
Kurzfahrten verleiten zum Nicht-Anschnallen
Die Angurtrate in der Steiermark bewegt sich grundsätzlich auf einem sehr hohen Niveau, sagt Harald Eppich, leitender Beamter der Landesverkehrsabteilung Steiermark. Er betont aber, dass - insbesondere bei Kurzfahrten im Ortsgebiet - Kinder immer wieder ungesichert befördert werden.

Kommt es zu einem Unfall, so ist für nichtangeschnallte Insassen die Gefahr, getötet zu werden, fast zehn Mal höher als wenn sie angeschnallt gewesen wären, so Eppich: "Ein Anprall mit 50 Kilometer pro Stunde ohne Gurt ist ein ähnliches Risiko, wie wenn man von einem Zehn-Meter-Turm in ein Schwimmbecken springt - aber ohne Wasser."
Wie genau nehmen Sie es mit der Gurtpflicht?
Sind Sie eher ein "Gurtmuffel" oder immer angeschnallt?
75 % Ich fahre nur angeschnallt Auto. Das ist das erste, was ich mache, wenn ich eingestiegen bin.
9.32 % Manchmal vergesse ich darauf, mich anzuschnallen. Prinzipiell fahre ich aber angegurtet.
5.51 % Ich fahre prinzipiell ohne Gurt, weil es mich stört, wenn ich angeschnallt fahre.
10.17 % Ich lasse nur bei kürzeren Strecken den Gurt weg.
Aufprallsimulator veranschaulicht Folgen
Ziel der Schwerpunktaktion ist es, ein Bewusstsein zu schaffen und "Gurtmuffel" davon zu überzeugen, sich automatisch anzuschnallen.

Um dies zu erreichen, setzt die steirische Polizei auf verstärkte Überwachung, aber auch auf den sogenannten Gurteschlitten - ein Aufprallsimulator - des ÖAMTC: "Wenn jemand angehalten wird und nicht angegurtet ist, dann wird ihm die Möglichkeit geboten, den Gurteschlitten zu benutzen. Dann hat er nichts zu bezahlen. Wenn er das ablehnt, dann wird er bestraft."
35 Euro Strafe bei Kontrolle fällig
Mithilfe des Gurteschlittens kann jeder Autofahrer selbst erleben, welche Kräfte bei einem Anprall auf den Körper wirken: "Im Gurtschlitten wird man wie normal in einem Pkw angeschnallt, der fährt dann los und der Anprall ist dann ähnlich, als wenn man einen Anprall mit zehn Kilometer pro Stunde hätte."

35 Euro pro Person kostet es, wenn man sich im Pkw nicht anschnallt und erwischt wird. Würde sich jeder angurten, könnten 20 Prozent aller Unfalltoten verhindert werden, so die Polizei.
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