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MI | 11.04.2012
Logo Brahms-Museum (Bild: www.brahmsfest.at)
MÜRZZUSCHLAG
Brahms-Museum: Konzertreihe zum Jubiläum
Das Brahms-Museum in Mürzzuschlag feiert in dieser Woche sein 20-jähriges Bestehen mit Konzerten, Vorträgen und einem speziellen Spaziergang. Zudem wird eine Ausstellung mit persönlichen Gegenständen des Komponisten gezeigt.
Brahms komponierte in Mürzzuschlag seine Symphonie Nr. 4.
Neun Monate in Mürzzuschlag
Johannes Brahms war 1884 und 1885 insgesamt neun Monate zu Besuch in Mürzzuschlag. Neben seiner Symphonie Nr. 4 in e-Moll komponierte er dort über 30 Lieder und Chorwerke. Weil ihm die Gegend gefiel, empfahl er sie Freunden wie Theodor Billroth und Eduard Hanslick, die ihn dort besuchten. Der Komponist selbst wanderte zu Fuß nach Krieglach, um Peter Rosegger zu treffen.

"Brahms hat eine Sonderstellung in Österreich. Von den Österreichern wird er als Norddeutscher gesehen, von den Deutschen eher als Österreicher und so ist er ein wenig zwischen zwei Sesseln. Es hat ja in Österreich, außer dem Gedenkraum im Haydnhaus, keinen Brahms-Gedenkstätte gegeben. So haben meine Frau und ich 1991 den Vorsatz gefasst, für Brahms hier in Österreich eine dauernde Heimstätte im originalen Wohnhaus des Komponisten in Mürzzuschlag zu schaffen", erklärt Ronald Fuchs die Entstehungsgeschichte des Brahms-Museums.
Das Altenberg-Trio steht im Zentrum der Jubiläumskonzerte im Kunsthaus Mürzzuschlag am 9. und 10. September.
Altenberg-Trio und kulinarischer Spaziergang
Seit das Brahms-Museum in Mürzzuschlag besteht, gibt das jährlich stattfindende Musikfest Einblicke in die unterschiedlichsten Aspekte des Schaffens von Johannes Brahms. Das Altenberg-Trio Wien stand während der gesamten Zeit im Zentrum der musikalisch, künstlerischen Präsentation; sein Pianist, Klaus Christian Schuster, war lange Jahre der künstlerische Leiter des Festivals.

Und so steht das Altenberg-Trio auch im Zentrum der Jubiläumskonzerte im Kunsthaus Mürzzuschlag am 9. und 10. September, zum Teil gemeinsam mit Eszter Haffner. Den Festvortrag halten am Samstag die Brahmsforscher Kurt und Renate Hofmann aus Lübeck zum Thema "Johannes Brahms als Pianist und Dirigent". Ein kulinarischer Spaziergang mit Einkehr in einem Gasthof am Brahms-Weg rundet das Festprogramm ab.
Ein ganz besonderer Streicher-Flügel
In der Dauerausstellung "Johannes Brahms auf Sommerfrische" zeigt das Brahms-Museum zudem Fotos, Tagebücher und Briefe des Komponisten und bietet auch Hörbeispiele, die die Musik mit den Exponaten in Verbindung bringen.

Im Musiksalon des Museums steht der restaurierte, originale Streicher-Flügel, auf dem Brahms im Jahre 1889 seine einzige Schallaufnahme auf Wachszylinder einspielte - seine Ungarischen Tänze.
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