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GRAZ |
05.09.2011 |
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Murkraftwerk: 60 Mio. Mehrkosten befürchtet
Für die Plattform "Rettet die Mur" und den SPÖ-Abgeordneten im Nationalrat, Günther Kräuter, sind beim geplanten Murkraftwerk in Graz-Puntigam noch viele Fragen offen. Sie rechnen mit mindestens 60 Millionen Euro Mehrkosten.
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Könczöl zu Kraftwerkskosten: "Es ist sehr undurchsichtig, kolportiert werden 90 Millionen Euro." |
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Ausgleichsmaßnahmen nicht mitgerechnet
Clemens Könczöl, Sprecher der Plattform "Rettet die Mur", kommt nach Durchsicht aller Unterlagen zum Schluss, dass versprochene Ausgleichsmaßnahmen, wie der Ersatz für die Welle der Kajaksurfer oder für die Ausweitung der Mur im Norden, gänzlich fehlen. Es sei vor allem völlig offen, wie hoch die Kosten für das Projekt sein werden und wer sie trägt.
"Es ist sehr undurchsichtig, kolportiert werden 90 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zu anderen Kraftwerken bereits ein Drittel mehr, und wir glauben, dass die Kosten noch weit darüber hinausschießen werden", so Könczöl.
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Allein 60 Mio. für Sammelkanal
Der Bau des Kraftwerkes würde einen zentralen Sammelkanal notwendig machen, der überschüssiges Kanalwasser in die Kläranlage Mellach umleitet. Allein dieser Sammelkanal würde zusätzliche Kosten von etwa 60 Millionen Euro verursachen, schätzt Steven Weiss von der Karl Franzens-Universität Graz, der sich mit dem Projekt ausführlich auseinandersetzt.
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Nur noch eine 24 Kilometer lange Strecke fließt die Mur in der Steiermark frei. |
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Letzte Mur-Fließstrecke in Gefahr
Cornelia Maier vom Umweltdachverband sieht wiederum die letzte 24 Kilometer lange freie Fließstrecke der Mur zwischen Leoben und Spielfeld in Gefahr. Es würde enorme Kosten verursachen, den guten Zustand dieser Strecke wiederherzustellen.
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Kräuter: Sparsam, wirtschaftlich, zweckmäßig
Für den SPÖ-Nationalratsabgeordneten und Präsident der Arbeiterfischer, Günther Kräuter, ergeben sich daraus genügend Gründe für eine Prüfung des Projektes durch den Rechnungshof.
"Aus Perspektive des Steuerzahlers ist dieses Projekt sparsam, wirtschaftlich und zweckmäßig. Wenn hier nichts zu verbergen ist, dann müsste diese Prüfung von der Energie Steiermark befürwortet werden", so Kräuter.
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Energie Steiermark bereit für Prüfung
Das scheint auch der Fall zu sein - die Prüfer des Rechnungshofes seien jederzeit herzlich willkommen, ließ Energie Steiermark Vorstand Oswin Kois am Montag wissen.
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steiermark.ORF.at; 28.8.11
Das Kraftwerksprojekt in Graz-Puntigam könnte laut Kräuter bereits 2012 vom Rechnungshof auf seine Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden.
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31.8.11
Nach dem Ende der Einspruchfrist im Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung liegen dem zuständigen Referat beim Land 91 Einsprüche gegen das Kraftwerk Graz-Puntigam vor.
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