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MI | 11.04.2012
Auto fährt (Bild: ORF)
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S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Bei der S7, der Fürstenfelder Schnellstraße, könnte noch heuer der Spatenstich erfolgen. Ende April endet die UVP-Stellungnahmefrist, und mittlerweile wurde auch schon ein Großteil der für den Bau notwendigen Grundstücke abgelöst.
Für die Trassenführung müssen 200 ha Fläche abgelöst werden.
Der Quadratmeterpreis der Grundstücke variiert stark: Er reicht von nicht einmal einem Euro bis hin zu elf Euro, je nach Einschätzung der Sachverständigen, die die abzulösenden Flächen bewerten.

Großteil der Grundstücke abgelöst
Mittlerweile hat die Asfinag auch schon den Großteil der benötigten Grundstücke für die S7 abgelöst, sagt Sprecher Volker Höferl: "Es sind von der Trasse selbst, also der Fläche, wo die S7 künftig verlaufen wird, drei Viertel der Grundstücke bereits abgelöst, und von den Ausgleichsflächen, wo die Asfinag Ausgleichsmaßnahmen für die Natur schafft, wo für die Trasse Wälder und Wiesen verbaut werden, sind es 40 Prozent, die bereits eingelöst sind."
Die Asfinag zahlt mehr als die marktüblichen Preise.
"Akzeptanzzuschlag"
Die Asfinag kauft die Grundstücke nicht zu marktüblichen Preisen, sondern packt einen zehnprozentigen "Akzeptanzzuschlag" drauf - das sei bei Projekten in dieser Größenordnung üblich, so Höferl; außerdem bekommen Grundstückseigentümer, denen durch die Trassenführung künftig beispielsweise die Zufahrt zum Grundstück erheblich erschwert wird, noch Nebenentschädigungen, deren Höhe sich an der Beeinträchtigung bemisst.

Bisher habe man sich noch mit allen Grundstücksbesitzern einigen können, sagt Höferl. Sollte sich nach einem positiven UVP-Bescheid jemand weigern zu kooperieren, "dann gibt es auch die Möglichkeit, Grundstücke zu enteignen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit allen Eigentümern eine gütliche Lösung finden werden, ohne dieses Mittel".
Die Asfinag erwartet eine entsprechende Baugenehmigung noch im Herbst.
561 Millionen für 29 Kilometer
Die Asfinag hat für den Bau der 29 Kilometer langen S7 Kosten in der Höhe von 561 Mio. Euro budgetiert; bezahlt werden sie durch die Einnahmen aus der Vignette.

Sollte der Baubeginn tatsächlich noch heuer stattfinden, könnte man 2016/2017 mit der Fertigstellung rechnen.
Skeptik von den Grünen
Skeptik kommt von den steirischen Grünen: Aus ihrer Sicht ist das Projekt kaum genehmigungsfähig und auch aus budgetärer Sicht eine schwere Fehlinvestition.
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