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MI | 11.04.2012
Mann im Schlaflabor (Bild: APA)
WISSENSCHAFT
Schlaflosigkeit erhöht Unfallgefahr
Wer sich nachts schlaflos im Bett wälzt, ist bei Tag ungleich höher in Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist die Kernaussage einer neuen Schlafstörungsstudie des Grazer Forschers Manfred Walzl.
Schlafstörungen führen zu Fehlern und Fehler häufig zu Unfällen.
Durchwachte Nacht entspricht 0,8 Promille
Personen, die während der Nacht nur vier Stunden schlafen, setzen sich in der Früh in einem Zustand ins Auto, der dem von 0,5 Promille Alkohol im Blut gleicht, sagt Walzl. Gar kein Schlaf in der Nacht kann tagsüber mit einem Alkoholisierungsgrad von 0,8 Promille verglichen werden.

"Bei länger dauernden Schlafstörungen steigt die Unfallwahrscheinlichkeit um 650 Prozent", so der Grazer Forscher.
Tiefschlaf und REM-Phasen entscheidend
Entscheidend für den Erholungswert sei jedoch nicht die Schlafmenge, sondern die ausreichenden Tiefschlaf- und REM-Schlafphasen (Traumphasen). Sie bestimmen die körperliche Fitness und die geistige Leistungsfähigkeit.

Die Ursachen für Schlaflosigkeit sind vielfältig. Sie reichen von Schlafapnoe, dem Restless-Legs-Syndrom, über Jetlag bis hin zu Stress oder Depressionen. Allerdings kann nicht selten auch der Einfluss von außen Mann und Frau um den Schlaf bringen, konkret Magnetfelder.
Allein die Stellung des Bettes kann den Erholungswert des Schlafes drastisch verbessern.
Magnetfelder können negativen Einfluss haben
Allein die Ausrichtung der Betten in Nord-Süd-Achse könne zu einer Änderung der Tiefschlafphase führen, so Walzl. Bei einer Pilot-Studie im Schlaflabor der Landesnervenklinik in Graz wurden die Ordnungsprinzipien der Magnetfelder untersucht. Geraten diese nämlich durcheinander, könne dies das Schlafprofil beeinträchtigen.
"Intelligenter Kunststoff" gegen Magnetfelder
Allerdings muss man nicht immer mitsamt dem Bett eine Ortsveränderung durchmachen, um die negative Magnetstrahlung auszuschalten. Mit "intelligentem Kunststoff" soll die Unordnung von Magnetfeldern wieder stabilisiert werden. Der Kunststoff ist weder magnetisch, noch benötigt er für seine Wirkung Strom. Die flachen und nur wenige Zentimeter großen Pads haben einen messbaren Wirkbereich von ca. einem Kubikmeter.

"Auf den Lattenrost des Bettes aufgeklebt, sind die Kunststoffstreifen in der Lage, die Magnetfelder innerhalb von vier Wochen zu stabilisieren", sagte der Entwickler der "AlphaPrevent"-Matten, Wolfgang Homann.
Wirkung mittels Gutachten bestätigt
Die Wirkung sei auch mittels Gutachten der Staatlichen Versuchsanstalt TGM bestätigt worden. Dementsprechend habe sie auch bei einer Pilot-Studie in Graz Effekte gezeigt. Dort habe sich bei einer Studie an 100 Personen gezeigt, dass der Kunststoff das Schlafprofil deutlich verbessere.

"Die Einschlafzeit hat sich verkürzt, die Tiefschlaf-Phasen haben sich verlängert und auch die - für unsere Gedächtnisleistungen wichtigen - REM-Phasen wurden verlängert", so Walzl. Der Tiefschlaf verbesserte sich und nahm um fast ein Fünftel zu.
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