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MI | 11.04.2012
Doppelmord in Graz (Bild: APA)
Doppelmord in Graz
Weiter Rätselraten über Motiv
Nach dem Doppelmord in Graz-St. Peter sind die Einvernahmen der Mutter durch die Polizei in der Nacht auf Freitag abgeschlossen worden. Die Frau bestätigt zwar den Tathergang; das Motiv ist laut Polizei aber nach wie vor unklar.
Am Freitag wird der Fall
der Staatsanwaltschaft übergeben.
Frau ließ sich widerstandslos festnehmen
Die 45-Jährige, die sich am Donnerstag widerstandslos festnehmen ließ, gestand bei den Einvernahmen, ihre beiden Söhne - 15 und 18 Jahre alt - mit einer Hacke erschlagen zu haben. Danach sei sie mit dem Zug nach Wien gefahren, wo die Polizei durch eine Handypeilung auf die Spur der 45-Jährigen kam.
Kinder mit Axt erschlagen
Die Tatwaffe, eine schwere Spaltaxt, wurde von der Spurensicherung im Geräteschuppen im Garten gefunden. Laut Obduktionsbericht hat die schmächtige Frau ihre beiden Kinder durch mehrere wuchtige Schläge auf den Kopf getötet.
Mann: Ehe war harmonisch
Auf die Frage nach dem Motiv gibt die verwirrte Grazerin nach wie vor keine Antwort, so die Polizei. Auch der Ehemann kann sich die Tat nicht erklären: Das Familienleben sei harmonisch gewesen, so der 45-Jährige.
Als er am Donnerstag nach dem Frühstück zur Arbeit ging, sei noch alles in Ordnung gewesen, sagt der geschockte Grazer, der vom Krisen-Interventionsteam des Roten Kreuzes betreut wird.
Schwester: Frau konnte sich nicht trennen
Die Zwillingsschwester der Tatverdächtigen macht in einem Interview im "Kurier" allerdings andere Aussagen: Angeblich sei die Ehe schon lange nicht mehr in Ordnung gewesen; die Frau habe aber nicht die Kraft gehabt, sich von ihrem Mann zu trennen. Außerdem sei sie finanziell von ihrem Mann abhängig gewesen, so die Schwester.
Schon seit Jahren in Behandlung
Der Mann sei lieblos und kalt gewesen. Die 45-jährige Mutter der beiden getöteten Kinder sei außerdem schon seit Jahren in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe an starken Depressionen gelitten.
Laut dem Zeitungsinterview sei die Frau schon einmal "ausgebrochen": Auch damals fand man sie in Wien; sie lag auf einem Grab am Zentralfriedhof, erzählt die Schwester.
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