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UMWELT |
28.10.2010 |
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Huchen könnte Kraftwerk Graz zu Fall bringen
Die Huchenpopulation in der Mur könnte den Bau des geplanten Wasserkraftwerks Graz-Puntigam zu Fall bringen: Eine Studie stellte fest, dass die Mur einer der letzten großen Lebensräume des gefährdeten Fisches ist.
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Zoologe stellte den autochtonen Status des stark gefährdeten Fisches fest. |
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71 Huchen genetisch untersucht
Der Grazer Biodiversitätsforscher Steven Weiss identifizierte im Auftrag der steirischen Umweltanwaltschaft 71 Huchen zwischen der A2-Brücke im Süden und dem Kraftwerk Peggau im Norden der Stadt Graz und untersuchte sie genetisch. Er stellte dabei den autochtonen Status des lachsartigen, weltweit stark gefährdeten Fisches fest.
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Laut dem Forscher würde die Huchenpopulation mit dem Kraftwerk "mit ziemlicher Sicherheit aussterben". |
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Einer der letzten Lebensräume des Huchens
Der Bestand sei demnach "zum großen Teil heimisch", so Weiss, nur wenige seien sogenannte Besatzhuchen, die zur Aufzucht in die Mur freigelassen wurden. "Im Großen und Ganzen besteht eine hohe genetische Variabilität", so der Zoologe.
Der Fluss sei einer der letzten großen Lebensräume des Huchens, sagte Weiss, der auch als Huchenbeauftragter der Weltnaturschutzorganisation IUCN tätig ist. Laut dem Forscher würde die Population mit dem Kraftwerk "mit ziemlicher Sicherheit aussterben".
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Huchen braucht fließendes Gewässer
Der Huchen benötigt fließendes Wasser für sein Überleben. Wird die Mur aufgestaut, können sich die Tiere nicht mehr fortpflanzen.
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Pöllinger: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Projekt noch genehmigungsfähig ist." |
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Pöllinger: "Schützenswertes Gewässer"
Aus Sicht von Umweltanwältin Ute Pöllinger ergebe sich aus der Studie der zentrale Beleg für die Schutzwürdigkeit des Huchenbestandes in der Mur. Mit dem Umstand, dass die Mur "ein natürliches Habitat des Huchens" sei, werde der Fluss ein ökologisch besonders schützenswertes Gewässer mit einem "prioritären Sanierungsbedarf", so Pöllinger: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Projekt noch genehmigungsfähig ist."
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Kette von fünf Laufkraftwerken
Das Kraftwerk ist eine Anlage einer Kette von fünf Laufkraftwerken im Raum Graz, wovon zwei in Planung (Gratkorn und Stübing) und zwei weitere (Gössendorf und Kalsdorf) bereits im Bau sind. Bei allen fünf Projekten ist der Verbund Partner. Gemeinsam will man rund 350 Millionen Euro in die Kraftwerkskette investieren.
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Die Energie Steiermark setzte die Planungen für das Wasserkraftwerk Graz-Puntigam bereits Anfang Oktober aus. |
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Das UVP-Verfahren läuft
Die Energie Steiermark setzte die Planungen für das Wasserkraftwerk Graz-Puntigam bereits Anfang Oktober aus, nachdem der Grazer Bürgermeister eine Volksbefragung zur Staustufe angekündigt hatte. Die Behördenverfahren - derzeit läuft die Prüfung der Umweltverträglichkeitserklärung - gehen allerdings weiter.
Vonseiten des Energieversorgers sieht man die Studie gelassen: "Jeder hat das Recht, seine Argumente vorzubringen. Auch wir haben zu jedem Fisch und jeder Pflanze unsere Gutachten eingeholt. Das Verfahren läuft und wir warten auf das Ergebnis", so Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris.
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steiermark.ORF.at; 7.10.10
Die Energie Steiermark macht die Luken für das Prestigeprojekt vorerst dicht - zumindest so lange, bis das Volk darüber entschieden hat.
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