Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Laptop (Bild: Everett Kennedy Brown)
LANDTAGSWAHL
Parteien setzen auf Web-2.0-Wahlkampf
Die steirischen Parteien sind im Internet so präsent wie noch nie. Im Wahlkampf für die Landtagswahl nutzen sie neben ihren eigenen Websites auch immer öfter Web-2.0-Netzwerke, um potenzielle Wähler anzusprechen.
Die Möglichkeiten des Internets würden nicht ausgeschöpft, so Wittenbrink.
"Auftritte bemüht, aber Einbahnstraße"
Die Webauftritte der Parteien seien bemüht, aber eine Einbahnstraße, so der Internetexperte Heinz Wittenbrink vom Journalismus-Lehrgang der FH Joanneum. Die Möglichkeiten, die das Internet biete - vor allem in der Einbindung von Menschen - würden bei weitem nicht ausgeschöpft, so Wittenbrink.
Hauptsächlich klassische Werbung
Betrieben werde hauptsächlich klassische Wahlwerbung, so der Experte: "Die haben alle davon gehört, dass man jetzt bei Facebook und Twitter sein muss - also sind sie alle da, sogar die FPÖ; aber keine Partei hat realisiert, was man mit dem Medium machen kann. Keine Partei unternimmt den Versuch, verschiedene Zielgruppen zu mobilisieren oder sich auch für Vorschläge von den Bürgern zu öffnen. Dafür ist dieses Medium da."
Die Grünen haben Anfang August zur ersten Pressekonferenz auf Facebook eingeladen.
Grünen-Website "designmäßig überlegen"
Den besten Internetauftritt unter den Parteien hätten aus seiner Sicht die Grünen, sagt Wittenbrink; sie waren es auch, die Ende August zur ersten Pressekonferenz auf Facebook geladen haben - damals wurden Wahlplakate präsentiert.

"Sie sind sicher designmäßig den anderen überlegen, und ich habe auch den Eindruck, dass den Grünen diese Art der Kommunikation mehr liegt. Aber im Vergleich zu den USA und der immer wieder herangezogenen Obama-Kampagne ist das alles sehr bescheiden", bemängelt Wittenbrink.
3D-Filme, Rechner und Spiele
Weitere Besonderheiten der wahlkämpfenden Parteien im Internet sind der animierte 3D-Film der SPÖ über Landeshauptmann Franz Voves, der Sozialhilferechner der KPÖ und das Facebook-Panther-Spiel der ÖVP, bei dem man eine virtuelle Reise durch die Steiermark machen kann.
Internetspiel als Aufreger
Ein anderes Internetspiel - nämlich das Anti-Minarett-Spiel der FPÖ - wurde sogar zu dem Aufreger schlechthin in diesem Wahlkampf. Es musste allerdings nach einem Gerichtsbeschluss vom Netz genommen werden.
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